Esquiline (Kolonie)

Aus TZN STRS Hauptcomputer
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel ist der Artikel des Monats Juli 2014. Er wurde von den Rollenspielern gemeinschaftlich ausgewählt und prämiert. Dennoch bist Du natürlich eingeladen, auch diesen Artikel weiter zu verbessern.


Der Planet Esquiline liegt im Khalyre-System, er wurde im Jahr 2037 kurz vor dem Beginn des zweiten Krieges gegen Tellar von den Andorianern kolonisiert. Das Zentralgestirn, das dem System seinen Namen gibt, ist ein Stern der Spektralklasse G. Die Entfernung zu Andor beträgt 3,14 Lichtjahre. Esquiline ist der einzige Planet des Systems.


Geschichte

Gründung

Esquiline wurde ursprünglich von den Andorianern als militärischer Stützpunkt gegründet, primär zur Aufmunitionierung der Raumflotte, sekundär zur Versorgung verletzter Soldaten. Die strategisch günstige Lage und das riesige Höhlensystem, welches einen Teil der nördlichen Hemisphäre durchzieht, sowie das für Andorianer sehr angenehme Klima gaben den Ausschlag für die Wahl des Planeten als Basis.
Im Verlauf des Krieges wurde Esquiline mehrfach von den Tellariten angegriffen, um die Nachschublinie der andorianischen Flotte zu stören. Die Spuren in Form von riesigen Kratern sind noch heute im Umkreis des Nordpols sichtbar. Obwohl die Tellariten erfolglos blieben, dank der geschützten Lage des Stützpunktes, installierten die Andorianer infolgedessen auf Ryloth I und II, den beiden Monden des Systems, ausgedehnte Frühwarn- und Abwehrsystem. Weitere Angriffe erreichten daraufhin die Planetenoberfläche nicht mehr.
2117 drohte Esquiline von den Tellariten eingenommen zu werden, als diese weit in den andorianischen Raum vordrangen, doch Andor verteidigte sein Territorium erfolgreich, wenn auch mit herben Verlusten. Bis zur Gründung der Vereinigten Föderation der Planeten 2161, bei der Andor als Gründungsmitglied eine nicht unmaßgebliche Rolle spielte, blieb Esquiline eine ausschließlich militärische Institution.

Entwicklung

Als man nach einem Höhleneinsturz aufgrund geologischer Verschiebungen auf ein reichhaltiges Platinvorkommen stieß, änderte sich dieser Status. Der Abbau des Edelmetalls und dessen Verarbeitung ließ die Zivilbevölkerung rapide anwachsen, die weitere Kolonialisierung und somit auch Industrialisierung schritten schnell voran. Man dehnte die Wohngebiete bald auch auf die Oberfläche des Planeten aus, verließ jedoch den Bereich der nördlichen Hemisphäre nicht. Heute beträgt die Bevölkerungszahl ca. 100 Millionen Einwohner.
Esquiline ist wirtschaftlich weitestgehend autark und wird vom Ältestenrat des Planeten geführt, untersteht rechtlich gesehen aber noch immer Andor. Die Hauptstadt Jazaar'Xol liegt in der gleichnamigen Höhle, im ursprünglichen Zentralgebiet der Kolonie.

USS Esquiline NCC-83716

Am 21.10.2387 verlieh Senator Akeen von Andor auf Utopia Planitia einem Schiff der Luna-Klasse den Namen USS Esquiline NCC-83716. Als Explorer klassifiziert, wird auch die zweite Generation dieses Typs vornehmlich wissenschaftliche, sowie Forschungsmissionen durchführen.

Monde

Ryloth I und II sind extrem unwirtlich, da sie, ähnlich dem irdischen Mond, keine nennenswerte Atmosphäre besitzen. Auf ihnen befinden sich auch heute noch die - allerdings deaktivierten - Abwehrsysteme aus den vergangenen Kriegen mit Tellar und Vulkan. Da Esquiline ausreichend Lebensraum für die Kolonie bot, wurde nie eine Besiedlung der Trabanten in Erwägung gezogen. Geologische Forschungen erbrachten keinerlei Hinweise auf nennenswerte Bodenschätze, so dass es auch keinen wirtschaftlichen Bedarf gab, die Monde zu erschließen.

Geografie

Der Planet verfügt an beiden Polen über ausgedehnte Gebirgszüge, die von massiven Gletschern bedeckt sind. Diese gehen in horizontale Eisflächen über, die erst in der äquatorialen Zone in einer tundraartigen Landschaft enden. Im Norden ist die Planetenkruste von riesigen, natürlichen Höhlensystemen durchzogen. Dorf findet man auch heute noch Platinvorkommen, während die Gebirge im Bereich des Südpols keinen nennenswerten Erzgehalt aufweisen. Die Evolution hat für spezielle Anpassungen in der Flora und Fauna gesorgt, so gibt es trotz der Kälte ganzjährig offene Süßwasserflächen, wo eine spezielle Algenart durch ihr Wachstum im Wasser Wärme erzeugt. Man findet diese Seen nur in der Äquatorialzone, wo auch die meisten Lebensformen zu finden sind. Das einzige Meer des Planeten, das einen hohen Salzgehalt aufweist, liegt in der nördlichen Hemisphäre an der Grenze zur Polarregion. Es bedeckt eine Fläche von etwa 21.000 km².

Eislandschaft

Klima

Es gibt zwei Jahreszeiten; die Höchsttemperatur des Planeten beträgt in der Wärmeren ca. 270 K, das entspricht etwa -3°C, die Tiefsttemperatur liegt bei 233 K oder -40°C, allerdings nur an den Polkappen. Im Äquatorialgebiet beträgt die Schwankung ca. 20 K. Permafrost und beständiger Wind sorgen für ein ausgeglichenes Klima, ausgiebige Niederschläge sind eher die Ausnahme.

Flora und Fauna

Die Artenvielfalt von Fauna und Flora ist relativ klein und beschränkt sich fast ausschließlich auf die eisfreie, äquatoriale Zone. Die Vegetation besteht hauptsächlich aus Moosen, Flechten und, allerdings nur im direkten Äquatorialbereich, aus flachwüchsigen Gehölzen. Bedingt durch den Permafrost ist die Vegetationsperiode extrem kurz, sie beschränkt sich auf ca. zwei Monate während der wärmeren Jahreszeit.
Alle warmblütigen Tiere des Planeten besitzen eine extreme Fettschicht, ihre Haut weist ein dichtes Netz von Drüsen auf. Diese sondern beständig kleine Mengen
Zikath
einer wachsartigen Substanz ab, die den Pelz der Tiere regelrecht versiegelt, so dass die Körperwärme nicht entweichen kann. Die Pflanzen sind reich an ätherischen Ölen, besonders die Moose, was sie zu einem beliebten Futter für eine einheimische Spezies macht, den Alyants. Diese rentierähnlichen Säugetiere ziehen in
Alyant
riesigen Herden über die eisfreien Landstriche, nur bedroht durch den Zikath, eine bärenartige Raubtierart.
In den eisbedeckten Zonen gab es keine nennenswerten Lebensformen bis zur Ankunft der Andorianer. Diese siedelten andorianische Eiskrabbler (eine wurmartige Lebensform) an, die sich schnell vermehrten. Dieser Erfolg trug in den ersten Jahren der Kolonie erheblich zur Ernährung der dort stationierten Soldaten bei.

Negativ verliefen hingegen Zuchtversuche mit den Alyants, deren Fleisch, bedingt durch die ätherischen Öle in ihrer Nahrung, ein starkes Aroma besitzt. Eine wahre Delikatesse für Andorianer, deren Geschmackssinn durch den hohen Glyceringehalt in ihrem Blut nur sehr schwach ausgeprägt ist. Alyants besitzen ein kompliziertes Sozialsystem und vermehren sich dreigeschlechtlich. Die extreme Aggressivität und Stressanfälligkeit der Tiere machte sie undomestizierbar, die Zuchtversuche verliefen zu 99% erfolglos. So gab man dieses Experiment bald auf und beschränkte sich darauf, die Tiere in freier Wildbahn zu jagen. Im Gegensatz zur Landmasse ist die Meeresfauna vermutlich sehr artenreich, jedoch noch nicht weitreichend erforscht.

Orte

  • Jazaar'Xol: Die Hauptstadt Esquilines wurde 2037 gegründet. Auch heute noch befindet sich hier das größte kulturelle Zentrum des Planeten. Jazaar'Xol ist der offizielle Sitz des Ältestenrats von Esquiline. Auch die Clanhäuser der Ältesten sind hier zu finden, sie bilden ein eigenes Wohnviertel im nördlichen Teil der Höhle.
  • Vrak'ree: Eine Stadt am Rand der Kolonie, inzwischen ein beliebtes Ausflugs- und Urlaubsziel, da hier ausgedehnte Jagdausflüge in die Tundra angeboten werden. Die Jagden auf die Alyants sind nicht ungefährlich, da sich ständig große Gruppen von Zikaths in der Nähe der Herden aufhalten. Die einheimischen Raubtiere sind extrem aggressiv und zeigen keinerlei Scheu vor Humanoiden.
  • Ekithar: Die einzige Hafenstadt Esquilines liegt am Südufer des großen Salzmeeres, das an die nordpolaren Gebirgszüge grenzt. Das Klima dort ist sehr rau, dennoch steigt die Bevölkerungszahl kontinuierlich. Grund ist der expandierende Handel mit Meerestieren und der damit verbundene Ausbau der verarbeitenden Industrie. Bisher beschränkte man sich darauf, diverse Fischarten auf ihre Verwertbarkeit zu untersuchen und die Fischerei auszubauen, doch inzwischen gibt es Bestrebungen, diese zu erweitern. Seit einige wissenschaftliche Clans ihren Schwerpunkt auf die Erforschung der Meeresfauna gelegt haben, steigt die Vielfalt der Handelsprodukte stetig an.


Hafen von Ekithar