Föderal-militärische Gesellschaft

Aus TZN STRS Hauptcomputer
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hauptsitz der Gesellschaft: Die ehm. Marineschule Mürwik

Die Föderal-militärische Gesellschaft ist eine 2191 auf der Erde gegründete Vereinigung, die sich als Diskussionsforum für Offiziere der Sternenflotte und anderer militärischer Organisationen in der Föderation versteht. Ziel der Gesellschaft ist, Vertretern verschiedener Truppengattungen eine Plattform zum Austausch ihrer Kampferfahrungen zu bieten und durch Analyse der Gefechte zur Ausbildung von Offizieren in den Bereichen Strategie und Taktik beizutragen. Des Weiteren tritt die Vereinigung für die Bewahrung eines traditionsbewussten Offizierskorps ein.


Geschichte

Die Föderal-militärische Gesellschaft wurde 2191 auf der Erde gegründet, in West Point, der ehemaligen Eliteakademie der US-Streitkräfte. Als Vorbild diente die Militärische Gesellschaft, welche von 1801 bis 1805 in Berlin Bestand hatte und Treffpunkt preußischer Offiziere war. Unter den Gründungsmitgliedern der Vereinigung befanden sich vornehmlich hohe Offiziere des Starfleet Marine Corps, das bis dato, bedingt durch die erfolgreiche Friedenspolitik der Föderation in den vorausgegangenen drei Jahrzehnten, auf nur wenig Gefechtserfahrung zurückgreifen konnte bei der Ausbildung seiner Offiziere. Ziel war es, dass spärlich vorhandene Wissen zu verbinden und in Diskussionen allgemeingültige Theorien für planetare Operationen zu entwickeln. Im Laufe der folgenden Jahre nahm sowohl die Mitgliederzahl als auch die thematische Breite zu. Insbesondere die Zahl an Offizieren aus der Raumflotte stieg, wozu die ständige Bedrohung durch das Klingonische Reich und das Romulanische Sternenimperium beitrug.

2215 erreichte die Vereinigung ihren vorläufigen Höhepunkt und zählte zeitweilig fast 1000 registrierte Mitglieder, darunter führende Offiziere der Admiralität und Generalität. Aufgrund der räumlichen Ausdehnung der Föderation und der damit verbundenen Reisezeiten war es jedoch nur selten möglich, eine Vollversammlung durchzuführen, sodass sich unter Anleitung einiger Sektorkommandanten lokale Zweigstellen bildeten. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch erstmals Ergebnisse aus den Diskussionen in Form von Fachartikeln an die Öffentlichkeit gebracht, wozu man eine Vereinbarung mit der Nachrichtenorganisation Der Wächter traf, die traditionell der Sternenflotte sehr nahe steht. Die Wahl dieses Mediums, aber auch der Ruf, einer sehr konservativen Haltung verhaftet zu sein, ließen schließlich kritische Stimmen an der Vereinigung laut werden, die sie als Soldatenklub bezeichneten.

Eine Krise erlebte die Gesellschaft ab 2293 im Rahmen der Verschwörung zur Ermordung des klingonischen Kanzlers Gorkon. Admiral Cartwright, Oberbefehlshaber der Sternenflotte und in diesem Jahr mit dem Vorsitz betraut, wurde als Mitverschwörer enttarnt und in der Folge geriet die gesamte Vereinigung unter den Generalverdacht der Mittäterschaft. Aus Sorge um die eigene Karriere schrumpfte die Mitgliederzahl daraufhin rapide und überstieg bis in die erste Hälfte des 24. Jahrhunderts nicht wieder die 300.

Dies änderte sich erst mit dem Föderal-Cardassianischen Krieg ab 2347, spätestens jedoch mit dem Föderal-Klingonischen Krieg 2372/73. Rasante technologische Fortschritte brachten grundlegende Änderungen in der Gefechtsführung mit sich, die bedingt durch den drohenden Konflikt mit dem Dominion einer Bewertung unterzogen werden mussten. Aus den Reihen der Schiffskommandeure erhielt die Gesellschaft daher regen Zulauf und auch die Sternenflottenakademie begann, wieder ein größeres Interesse an den Diskussionen und ihren in der Regel schriftlichen Ergebnissen zu zeigen. Seit Ende des Dominionkrieges 2375 zählt die Vereinigung nun etwa 750 Mitglieder.

Im Jahr 2384, kurz nach Ausbruch des Raghdorkrieges, konnte die Vereinigung den Ostflügel der ehemaligen Marineschule Mürwik nahe der Stadt Flensburg für sich gewinnen, wo seither, soweit möglich, die Versammlungen der Mitglieder stattfinden und Archivräume zur Verfügung stehen. Mit der in den späten 2380ern einsetzenden, öffentlichen Debatte darüber, welches Maß an militärischer Rüstung der Sternenflotte angemessen sei, nimmt die Gesellschaft auch zunehmend einen kritischen Standpunkt gegenüber allzu reformerischen Kräften im Oberkommando ein.

Aufnahmebedingungen

Die offizielle Aufnahmebedingung der Föderal-militärischen Gesellschaft umfasst das Einreichen einer militärischen Abhandlung, welche von bereits registrierten Mitgliedern diskutiert und bewertet wird, um sodann über die Aufnahme zu entscheiden. Förderlich, aber nicht entscheidend hierbei können Empfehlungen von Mitgliedern sein. Theoretisch ermöglicht diese Verfahrensweise einem breiten gesellschaftlichen Spektrum den Zutritt, praktisch jedoch stellen die hohen Anforderungen für die Meisten ein unüberwindbares Hindernis dar. In der Geschichte der Vereinigung gelang es bisher erst fünf Unteroffizieren und drei Zivilisten, Mitglied in der ansonsten von überwiegend aktiven Offizieren dominierten Gesellschaft zu werden.

Bekannte Mitglieder

Fleet Admiral von Tirpz, Vorsitzender seit 2389

Publikationen

Veröffentlichungen der Föderal-militärischen Gesellschaft finden in vielfältiger Weise statt. Zum einen etwa durch einmal im Quartal (nach terranischer Zeitrechnung) erscheinende Fachartikel im Pressemedium Der Wächter, zum anderen aber auch in Form von Lehrliteratur für die Sternenflottenakademie oder Seminaren für angehende Offiziere.