Gerichtshof von Andor

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Andorianisches Hoheitsemblem

Der Gerichtshof von Andor ist das höchste judikative Organ auf Andor, wie auch in allen von Andorianern gegründeten Kolonien. Er genießt in der Föderation einen ausgezeichneten Ruf, was sich auf die Sorgfalt der andorianischen Richter stützt, zugleich heißt es jedoch ebenso, die Rechtsprechung sei ungewöhnlich hart und es wäre bisher niemals vorgekommen, dass eine Urteilsbegründung verlesen wurde, ohne dabei Bezug auf die Vergangenheit zu nehmen. Der Sitz befindet sich in der andorianischen Hauptstadt Tersal.


Funktion

Der Gerichtshof von Andor ist die höchste und letzte Instanz zur Rechtsprechung in Zivil-, Straf- und Militärgerichtsverfahren auf Andor und den von Andorianern gegründeten Kolonien. Sein Aufgabenbereich umfasst als Revisionsgericht die Kontrolle der Entscheidungen untergeordneter Gerichte sowie darüber hinaus auf Antrag die Überprüfung der Einhaltung andorianischen Gesetzes durch den Ältestenrat von Andor und die Regierung.

Zusammensetzung

Die Richter(innen) des Gerichtshofs von Andor werden vom gesamten Volk ohne Amtszeitbegrenzung gewählt. Zur Kandidatur kann antreten, wer die andorianische Staatsbürgerschaft besitzt und den höchsten Grad juristischer Ausbildung erreicht hat, was in der Regel eine entsprechende akademische Titulatur bedeutet. Das Ansehen der Richter(innen) in der andorianischen Gesellschaft ist hoch, jedoch nicht zu Vergleichen mit dem Prestige, das etwa die Generalität der Andorianisch Imperialen Garde genießt.

Geschichte

Der Gerichtshof von Andor wurde 1175 gegründet, sieben Jahre nach dem Ältestenrat von Andor, der Anfangs noch über die Auswahl der Richter(innen) entschied. Zuvor lag die Gerichtsbarkeit in Händen der einzelnen Clans, was eine Vielzahl sich zum Teil widersprechender Urteilsbegründungen und Rechtsprechungen nach sich zog. Auch aus diesem Grund, um Ordnung in dem juristischen Chaos zu schaffen, trafen die Richter und Richterinnen ihre Entscheidungen seit jeher mit enormer Sorgfalt, ein Umstand, der ihnen ein Jahrtausend später in der Vereinigten Föderation der Planeten ein hohes Maß an Respekt garantieren sollte. Die zentralisierte und militärisch geprägte Gesellschaft der Andorianer übertrug dem Gerichtshof dabei alle juristischen Kompetenzbereiche, ebenso die Militärjustiz, deren Abtrennung und damit separate Behandlung unvorstellbar erschien.

Mit Beginn der Ära des Andorianischen Imperiums hatten die Clans ihre Rechtsprechung gänzlich auf ein unabhängiges Gerichtswesen übertragen, zu dessen letzter Instanz nun der Gerichtshof von Andor berufen wurde. Zu den schwierigsten und längsten Verhandlungen in seiner Geschichte gehörte der fast vier Jahre andauernde Prozess, der den juristischen Übergang des Imperiums in die Vereinigte Föderation der Planeten betraf, sodass die offizielle Auflösung trotz Unterzeichnung der Beitrittserklärung 2161 erst 2165 erfolgte. Die Richter(innen) erachteten viele der bis dahin geltenden, andorianischen Gesetze als unvereinbar mit der föderalen Verfassung, woraufhin Anpassungen vorgenommen werden mussten, für die sich im Ältestenrat von Andor bisweilen nur mühsam Mehrheiten fanden.