Grinori-Allianz

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Die Grinori-Allianz, zumeist aufgrund des Führungsanspruchs der namensgebenenden Grinori lediglich als "die Grinori" bezeichnet ist ein mehrere Planeten umfassendes Bündnis im Betaquadranten und Mitglied des Eden-Dreibundes.

Geschichte

Die Grinori-Allianz wurde ursprünglich vor über 10.000 Jahren als Zusammenschluss dreier Spezies, den Grinori, den Tribat und den Ketgor, gegründet. Gewaltsam wurden weitere Spezies in die Allianz assimiliert, die jedoch den drei Hauptmitgliedern politisch und gesellschaftlich untergeordnet waren. Über die Jahrtausende wurde der Bund zwischen den Grinori, den Tribat und den Ketgor lockerer. Interner Zwist teilte die Allianz. Dies führte zu einem Vernichtungskrieg gegen die Ketgor, der vor 6000 Jahren fast zu deren Auslöschung führte. Dies gelang jedoch nicht und die Ketgor zogen sich in Sektor Y-1337 zurück, während sie für die Allianz den Eindruck aufrecht erhielt ausgelöscht worden zu sein.. Aufgrund der Schwächung der Grinori durch den Krieg gelang es den Tribat kurz darauf sich aus der Allianz zu lösen, die seitdem nur noch aus den Grinori selbst und den unterworfenen Spezies besteht. Diese entwickelten sich politisch immer mehr zu gleichwertigen Partnern der Grinori, auch wenn eine Vermischung der Grinori mit diesen Spezies auch aufgrund genetischer Probleme bis heute als verpöhnt gilt. Untereinander haben jedoch schon so viele Kreuzungen stattgefunden, dass in vielen Fällen keine ernsthafte Unterscheidung mehr möglich ist. Die Grinori-Allianz war nach der Wiederentdeckung der Ketgor Gründungsmitglied des Eden-Dreibundes. Den Erstkontakt mit der Grinori-Allianz stellte die USS Courageous Ende 2381 her. Mitte 2382 wurde die Grinori/Tribat-Einsatzgruppe unter Führung der USS Prevalence entsandt, die unter anderem einen Sonderbotschafter zur Hauptwelt der Grinori-Allianz, Grinor II brachte, welcher mit deren Führung über die Aufnahme offizieller diplomatischer Beziehungen verhandeln soll. Trotz der Wiederentdeckung der Ketgor durch die USS Prevalence und die Entführung Captain Davions und Lieutenant Sitos durch die Tribat konnten die Verhandlungen über die Aufnahme formeller diplomatischer Beziehungen erfolgreich abgeschlossen werden. Im Anschluss daran kam es zu einem kurzzeitigen Konflikt um den Anspruch auf PX-312, der jedoch mit der Gründung des Eden-Dreibundes beigelegt werden konnte, dem die Grinori-Allianz beitrat.

Aktuelle Informationen zur Geschichte der Grinori-Allianz finden sich im Artikel über den Eden-Dreibund.

Kulturelles

Die Grinori und ihre Bundesgenossen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Pragmatismus und aus, welcher über die Jahre auch zur de facto-Gleichstellung der einst unterworfenen Spezies innerhalb der Allianz führte, die andernfalls durch Aufstände des Fortbestehen dieser gefährdet hätten. Zwischen den einzelnen Spezies lassen sich besonders in Hinsicht auf die genetischen Vermischungen kaum Unterschiede aufspüren, auch wenn sich bei einigen Grinori immer noch das alte Herrendenken hält, was sich besonders im in der Allianz hochangesehenen Militär niederschlägt. Der in der Grinori-Allianz vorherrschende Pragmatismus schlägt sich auch in der (teilweisen) Legalisierung andernorts illegaler Aktivitäten nieder, wie beispielsweise dem Handel mit weichen Drogen oder der Prostitution. Gegenüber neuen Technologien ist ein großer Teil der Grinori-Gesellschaft äußerst aufgeschlossen.

Teile der Gesellschaft pflegen alte Traditionen und Rituale, welche oft eine Verherrlichung des Militärs und vergangener militärischer Erfolge umfassen. Mit der Beilegung der Konflikte mit ihren Nachbarn verlor das Militär jedoch erheblich an gesellschaftlicher Bedeutung und politischen Einfluss. Damit einher ging eine Reduktion der Streitkräfte auf ungefähr ein Drittel des vorherigen Standes. In dieses Machtvakuum stießen aufstrebende internationale Wirtschaftsunternehmen, allen voran Forschungsunternehmen, die sich den iconianischen Artefakten von PX-312 widmen, darunter auch die Grinori Technologie Union und AdEvTech. Innerhalb dieser neuen Machtstrukturen finden sich auch zahlreiche Mitglieder der alten militärischen Elite der Allianz. Weniger hochgestellte Militärs fanden Anstellung bei den Sicherhetisbehörden oder privaten Sicherheitsunternehmen, wie beispielsweise Val Doran. Trotz der Reduktion und des scheinbaren Bedeutungsverlustes des Militärs in der Grinori-Allianz finden dennoch in sämtlichen Grinoristädten weiterhinin regelmäßig Militärparaden statt. Die meisten Städte verfügen dazu in ihrem Zentrum über einen großen Exerzierplatz.

Trotz aller Veränderungen innerhalb der Gesellschaft der Grinori-Allianz ist weiterhin ein Hang zur Obrigkeitshörigkeit auszumachen. Die Behörden sind daher oftmals überfordert, falls größere Teile der Gesellschaft ihren Unmut bekunden, was bereits mehrfach zu zahlreichen Toten und Verletzten bei Demonstrationen führte.

Eine Minderheit in der Grinori-Allianz gehört einer Abspaltung der Tribat-Religion an, obwohl dies aufgrund der Ablehnung des Übernatürlichen durch die Führungsschicht der Allianz bis noch vor wenigen Jahren einen Ausschluss vom Öffentlichen Dienst bedingte. Nach der Gründung des Eden-Dreibundes sind zahlreiche Anhänger dieser Glaubensrichtung zu den Tribat ausgewandert.n

Frauen sind in der Grinori-Gesellschaft seit Jahrtausenden juristisch gleichberechtigt, dennoch bleiben Führungspositionen größtenteils in männlicher Hand. Diese formale Gleichberechtigung nimmt aber keinerlei Rücksicht auf physiologische Unterschiede. So werden an Frauen die gleichen körperlichen Voraussetzungen gestellt, weswegen sie in Berufen, die harte körperliche Arbeit erfordern in der Minderheit sind. Auch ein Anspruch auf Mutterschutz besteht nicht, da kein Zwang zum Gebären von Kindern besteht.

Die Grinori pflegen den sportlichen Wettkampf. Seitdem Frauen in der Gesellschaft formal gleichberechtigt sind, nehmen diese gemeinsam mit dem Männern am Sportbetrieb teil, ohne dass dabei Rücksicht auf physiologische Nachteile genommen wird. Die mit Abstand populärste Populärste Sportart ist das bis zum Letzten kommerzialisierte Telektarnel, eine brutale Kampfsportart.

Das Leitmedium in der Grinori-Allianz ist das Radio. Dies wird dadurch erklärt, dass dies bei den meisten Tätigkeiten im Hintergrund laufen kann, während ein visuelles oder auch audiovisuelles Medium die Beschäftigten bei der Ausübung ihrer Arbeit zu sehr behindern würde. Außerdem sind miniaturisierte Radioempfänger für fast alle Grinori erschwinglich. Die große Reichweite des Radios hat darüberhinaus zahlreiche Werbekunden angezogen. Mit Ausnahme von wohlhabenden Haushalten versammeln sich die Grinori zum Anschauen von audiovisuellen Übertragungen - beispielsweise bei offiziellen Verlautbarungen oder Sportübertragungen - an öffentlichen Orten wie Gaststätten, Stadthallen oder öffentlichen Plätzen. Lediglich wohlhabende Grinori verfügen zu Hause über entsprechende Empfangsgeräte, wobei deren Anzahl in Grinorihaushalten im letzten Jahrzehnt bereits um 20 % angestiegen ist.

Das Wirtschaftssystem innerhalb der Grinori-Allianz basiert auf einem monetären Tauschsystem und ist kapitalistisch ausgerichtet. Finanzieller Erfolg wird dabei mit einem hohen sozialen Prestige assoziiert und ist überwiegend positiv konnotiert. So bewundern weniger vermögende Grinori die Oberschicht und arbeiten selbst auf einen finanziellen und sozialen Aufstieg hin. Allerdings kennt die Grinori-Gesellschaft sowohl enormen Reichtum als auch Armut. Dies wird häufig mit der vergleichsweise hohen Kriminalitätsrate in der Grinori-Allianz in Verbindung gebracht, in der Finanz- und Eigentumsdelikte einen Großteil der Straftaten ausmachen.

Rechtssystem

Das Rechtssystem in der Grinori-Allianz ist vor allem auf den Ausgleich zwischen Opfer und Täter ausgerichtet, die nach Rechtsauffassung der Grinori beide bürgerliche Konfliktparteien sind. Die Strafe umfasst daher einen Ausgleich des Schadens durch den Täter als dessen eigentliche Bestrafung. Deswegen gilt auch in Fällen, die andernorts unter das Strafrecht fallen würden, bei den Grinori ein modifiziertes Zivilrecht. Einzig für Fälle eines die öffentliche Sicherheit bedrohenden Ausmaßes behalten sich die Behörden der Grinori-Allianz ein Eingreifen vor. Die Geschädigten treten in solchen Fällen dann als Nebenkläger auf.

Aus diesem Grund werden mitunter auch schwere Fälle wie beispielsweise durch einen außergerichtlichen Vergleich gelöst. Oft werden dabei große Ausgleichzahlungen getätigt.

Die in den Gesetzen der Grinori vorgesehenen Strafen mögen dabei auf Föderationsbürger brutal wirken. Gleichzeitig wird von Bürgern der Allianz das Rechtssystem der Föderation als viel zu lasch, täterzentriert und deren Opfer verhöhnend empfunden. Öffentliche Beschämungen sind nicht unüblich, Körperstrafen kommen gerade bei wegen Körperverletzung Verurteilten zur Anwendung, wobei das Opfer das Recht auf Vollstreckung hat. Gleiches gilt auch bei Tötungsdelikten, wo das Recht der Vollstreckung der Todesstrafe an die nächsten Angehörigen des Opfers fällt. Zumeist wird der verurteilte Mörder öffentlich zu Tode geprügelt, wodurch die Grinoribehörden sich eine abschreckende Wirkung erhoffen und den Angehörigen des Opfers zudem Genugtuung verschafft werden soll.

Resozialisierung spielt bei den Grinori eine untergeordnete Rolle. Stattdessen werden Wiederholungstäter umso härter bestraft. Die Zustände in den Haftanstalten der Grinori sind nach Föderationsstandards unhaltbar, was nach Auffassung der Grinori jedoch ein Teil der Bestrafung ist. Für gewöhnlich werden Häftlinge nach der Schwere ihres Vergehens untergebracht. Zur Unterstützung der Gefängnisbediensteten werden oft Beruhigungsmittel eingesetzt. Außerdem sollen in Zukunft womöglich Neuralimplantete im Strafvollzug eingesetzt werden.

Gesundheitssystem

Das Gesundheitssystem der Grinori ist darauf ausgerichtet, möglichst kostengünstig jeder Person eine grundlegende medizinische Versorgung zur Verfügung zu stellen. Sozial höher gestellte Personen und besser Verdienende erhalten eine entsprechend bessere Versorgung. Es erfolgt eine Unterteilung der Patienten nach folgendem Muster:

  • Unversicherte Personen erhalten eine Basisversorgung im ambulanten Versorgungszentrum (AVZ) eines Allgemeinkrankenhauses. Für jede über den engen finanziellen Rahmen hinausgehende Maßnahme sowie Facharztbesuche muss der Patient selbst aufkommen. Davon ausgenommen sind akute Notfälle, die grundsätzlich vom Staat bezahlt werden.
  • Versicherte der Stufe I bilden den Standard. Das System ist dynamisch und richtet sich nach der Summe, die man in die Versicherung einzahlt, wobei die Stufen Ia, Ib und Ic unterschieden werden. Eine Inanspruchnahme des Notarztdienstes ist ab der Stufe Ic kostspielig zubuchbar. Die meisten Arbeitgeber stellen ihren Angestellten eine Versicherung der Stufe Ia zur Verfügung.
  • Versicherte der Stufe II erhalten mit dieser VIP-Versicherung die bestmögliche Versorgung, die das Gesundheitswesen der Grinori kennt und haben Anspruch auf den Notarztdienst. Diese Versicherung können sich lediglich sehr reiche Personen mit hohem gesellschaftlichen Status leisten.

Einer aktuellen Studie zufolge sind 15% der Grinori unversichert. 48% haben eine Privatversicherung der Stufe Ia. 24% haben eine Privatversicherung der Stufe Ib, 12% eine der Stufe Ic. Weniger als 1% der Grinori haben eine VIP-Versicherung. Soldaten und Ex-Militärs wurden in der Studie nicht berücksichtigt, da sie eine Sonderversicherung vom Staat erhalten.

Krankenhäuser

Die Grinori setzen in erster Linie auf schwerpunktbasierte Spezialkliniken - z.B. für Innere Medizin oder Unfallchirurgie - und greifen nur selten auf Allgemeinkrankenhäuser im Sinne der Föderation zurück. Zentrale Notfallaufnahmen wie die Föderation sie kennt existieren nicht. Stattdessen übernehmen Assistenzärzte im sogenannten ambulanten Versorgungszentrum (AVZ) im Erdgeschoss des städtischen Allgemeinkrankenhauses die Behandlung ambulanter Fälle. Zur Behandlung von Notfallpatienten ist das AVZ allerdings nicht ausgelegt.

Notfallwesen

Jedem Grinori soll eine grundlegende Notfallversorgung zur Verfügung stehen, was die Bergung und Erstversorgung am Unfallort sowie den Abtransportierung ins Krankenhaus umfasst. Der Versorgungsumfang richtet sich dabei nach der Versicherung des Patienten. Dabei kennt das Gesundheitssystem der Grinori keine klinische Notfallmedizin im Sinne des föderalen Modells. Die klinische Notfallversorgung erfolgt stattdessen durch die für zuständig befundene Fachabteilung.

Grundlegend erfolgt die Versorgung von Notfallpatienten nach folgendem Schema:

  • Zunächst wird der Patient vor Ort vom Rettungsdienst gesichtet, erstversorgt und dann zum nächsten Krankenhaus gebracht. Dabei gibt es zwei parallel operierende Arten von Rettungsdiensten im Gesundheitssystem der Grinori:
    • Der Notfallambulanzdienst ist für den Großteil der Bevölkerung zuständig und dient einer schnellen Bergung und Abtransportierung des Patienten ins Krankenhaus ohne nennenswerte präklinische Versorgung, wozu spezielle Rettungsdienstfahrzeuge zum Einsatz kommen.
    • Der Notarztdienst ist Personen mit höherer Versicherung vorbehalten, wobei hierbei die bestmögliche präklinische Versorgung im Vordergrund steht, wofür speziell ausgebildete Notärzte zum Einsatz kommen. Anreise und Abtransport erfolgen über Personentransporter.
  • Im Notfallraum des Krankenhauses wird der Patient vom diensthabenden Assistenzarzt übernommen. Dabei handelt es sich um einen rudimentären Schockraum für die Wiederbelebung und Stabilisierung von instabilen Schockpatienten, der allerdings nicht für die Versorgung schwer verletzter oder erkrankter Patienten geeignet ist. Es erfolgt eine grundlegende Sichtung, Stabilisierung und Diagnostik, bevor der Patient zur eigentlichen Behandlung an eine Fachabteilung überstellt wird.
  • In der Fachabteilung übernimmt dann der diensthabende Facharzt die Hauptversorgung des Patienten.

Sonstiges

  • Nach dem Gesetz der Grinori-Allianz gilt eine Person mit 16 Jahren als volljährig.
  • Die Währung der Grinori heißt Tektarn, oder auch kurz "Tek". Größere Geschäfte werden per Kreditkarte und Abbuchungen abgewickelt, kleinere mit aufladbaren Geldkarten oder in stark abnehmender Menge auch mit Geldscheinen. Der Einfachheit halber entspricht die Kaufkraft eines Tektarn ungefähr der eines Euros.