Ketgor

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Die Ketgor sind eine Spezies im Betaquadranten und Mitglied des Eden-Dreibundes, welche größtenteils auf Stadtschiffen zurückgezogen in Sektor Y-1337 lebt. Die größte Siedlung außerhalb des schwer zugänglichen Sektors befindet sich auf Martin Island auf PX-312.

Geschichte

Über die Geschichte der Ketgor ist wenig bekannt. Vor über 10.000 Jahren gründeten die Ketgor gemeinsam mit den Grinori und Tribat die Grinori-Allianz. Vor etwa 6.000 Jahren kam es aufgrund eines lang anhaltenden internen Streits zu einem Bürgerkrig, der mit der vermeintlichen Vernichtung der Ketgor endete. In Wahrheit zogen sich jedoch einige Überlebende in Sektor Y-1337 zurück, in dem sie bis zum Kontakt mit der Gauntlet unentdeckt lebten. In all den Jahrtausenden fand kein Kontakt nach außen statt. Der erste Kontakt verlief alles andere als optimal. Die USS Gauntlet, Teil der Grinori/Tribat-Einsatzgruppe flog im Jahr 2383 zu Forschungszwecken in Sektor Y-1337 auf und wurde sogleich von 3 Ketgorschiffen unter Führung von Ratsmitglied Koen angegriffen und die Crew gefangen genommen, da man das Sternenflottenschiff für Verbündete der verfeindeten Grinori-Allianz hielt. Die anschließend auf der Suche nach der Gauntlet ebenfalls in den Sektor eingeflogene Prevalence konnte die Situation jedoch klären. Die gefangenen Besatzungsmitglieder wurden nach PX-312 gebracht, während Captain Davion gemeinsam mit Lieutenant Sito an Bord des Runabouts USS Gironde zu einer Kultstätte der Ketgor aufbrachen, um mit den Ketgor in Verhandlungen zu treten. Kurz nach Bekanntwerden ihrer Entdeckung griffen die Tribat eine heilige Stätte der Ketgor an, an der eine erste Verhandlung zwischen diesen und der Föderation stattfand und entführten den Verhandlungsführer der Ketgor, Snijder, und die beiden Sternenflottenoffiziere, welche jedoch mit Hilfe der Ketgor befreit werden konnten. Nachdem die Aufnahme diplomatischer Verhandlungen mit der Föderation beschlossen wurde, zeichnete sich ein Konflikt zwischen Ketgor und Tribat ab, der jedoch durch das Zusammentreffen aller Spezies der alten Grinori-Allianz auf PX-312 gestoppt werden konnte. Als Teil des gemeinsam mit den Tribat und der Grinori-Allianz gebildeten Eden-Dreibundes unterhalten die Ketgor nun formelle diplomatische Beziehungen zur Föderation. Die überwiegende Mehrheit der Ketgor führt ihren isolierten, nomadischen Lebensstil in Sektor Y-1337 fort, wobei es in den vergangenen Jahren vermehrt zu Kontakten mit den Ketgor gekommen ist. Aufgrund der harschen Verhältnisse in Sektor Y-1337 sind die Ketgor vor allem am Erwerb von Technologien interessiert, die ihre Lebensumstände verbessern können. In den letzten Jahrzehnten machten die Ketgor einige Fortschritte auf dem Gebiet der Biotechnologie und Kybernetik, welche in Zukunft ihre Lebensumstände verbessern sollen. Große Hoffnungen setzen sie dabei auf die Forschungen, die von den Grinori betrieben werden und reagieren bisweilen aggressiv auf Kritik an der Erforschung entsprechender Unternehmen.

Aktuellere Angaben zur Geschichte der Ketgor befinden sich im Artikel zum Eden-Dreibund.

Gesellschaft

Die Gesellschaft der Ketgor basiert auf einem Stammessystem. Die unterschiedlichen Stämme, von denen es mehrere Hunderte gibt (gemäß Sternenflottendatenbank sind aktuell 347 bekannt), wohnen und leben auf riesigen Stadtschiffen. Jedes Stadtschiff hat dabei eine eigene Regierung und ist völlig autark. Auf diesen Schiffen gibt es unterschiedliche Ebenen, die ähnlich einer Art Kastensystem fungieren. Je höher die Ebene ist, desto wohlhabender und mächtiger sind die dort wohnhaften Ketgor. Sklavenhaltung ist ebenso üblich, wie die Sterilisation dieser, um die Bevölkerung der Stadtschiffe kontrollieren zu können, da die Versorgung der Schiffe nur eine begrenzte Menge von Personen zulässt.

Bekannte Stämme sind unter anderem:

  • Aktelak: Die Aktelak sind ein kleinerer Stamm, der vor allem durch die Zusammenarbeit mit der Sternenflotte innerhalb von Sektor Y-1337 bekannt wurde. Die Schiffe des Stammes dienten dabei vor allem anfangs 2394 als Operationsbasis des Delta-Schwarms der Dauntless Dragons, während der Erkundungsphase innerhalbs der Region. Ansonsten sind die Aktelak vor allem bekannt für ihre Produktion des Genussmittels Libron.
  • Banikan: Selbst unter den Omarek gelten die Banikan als wilder und aggressiver Stamm. Ähnlich wie die Omarek spielt bei ihnen Kleidung keine große Rolle, die soziale Stellung wird neben Tätowierungen ebenfalls mit dem Beiwerk von Schrumpfköpfen und Schädeln von besiegten Gegnern ergänzt, welche meistens an einer Art Scherpe zur Schau gestellt werden. Ebenfalls wird den Banikan vorgeworfen Kannibalismus zu praktizieren, allerdings gibt es hierfür keine Beweise.
  • Nemetek: Dieser Stamm ist vor allem für seine Offenheit bekannt. Neben traditionellen Elementen der Ketgorkultur wächst scheint sich der kulturelle Einfluss der Grinori immer weiter zu vergrößern, was sich derzeit vor allem in der Bekleidung und den Essensgewohnheiten der Führungsschicht niederschlägt. Er ist einer der mächtigeren Stämme der Ketgor und ist auch am Handel mit vielen anderen Stämmen oder auch anderen Völkern interessiert bzw. hat diese als einer der ersten Stämme realisiert. Als sich die Gelegenheit ergab, als Vermittlungsort zwischen den Omarek und Tisoni zu dienen und somit näher mit der Föderation und der Sternenflotte in Kontakt zu treten nahmen sie diese Gelegenheit wahr. Trotz eines Sabotageversuches konnten sie sich als Partner der Föderation etablieren.
  • Omarek: Sie gelten als sehr zurückgezogen lebender Stamm und geben sich kaum mit den anderen Stämmen ab. Die Omarek haben deswegen auch einen schlechten Ruf und gelten selbst unter den Ketgor als schwierig, eigenwillig und grausam. Anders als die meisten Grinoristämme spielt Kleidung bei der Repräsentation des sozialen Standes keinerlei Rolle. Stattdessen leben die Omarek nackt und stellen ihre soziale Stellung mit Tätowierungen dar, die bei Erwachsenen der Führungsschicht den gesamten Körper bedecken, während Sklaven lediglich den Namen ihres Besitzers eintätowiert haben. Die Omarek führten ca. 500 Jahren eine offene Fehde mit dem Stamm der Tisoni, die jüngst in Fragen der Wasserverteilung erneut zu eskalieren drohte. Den Vermittlungen durch die Föderation mit ihren Streitigkeiten mit den Tisoni haben sie nur äußerst widerwillig zugestimmt.
  • Tisoni: Dieser Stamm ist den Omarek recht änlich, auch wenn beide Stämme dies leugnen würden. Zwar gelten die Tisoni allgemein als konservativ, aber der lange Konflikt mit den Omarek hat beiden Stämmen geschadet. Auch wenn solche Meinungsverschiedenheiten zwischen Ketgor-Stämmen nicht ungewöhnlich sind, so hat der Konflitk zwischen den Tisoni und den Omarek auch unter den Ketgor schon einen enormen Bekanntheitsstatus erreicht. Die Tisoni führten seit 500 Jahren eine offene Fehde mit dem Stamm der Omarek, die jedoch nach der Vermittlung durch die Föderation beendet scheint.
  • Terwenek Die Terwenek sind einer der größten Stämme der Ketgor und werden von Helmd angeführt. Als einziger der über 300 Stämme verbringen sie einen großen Teil der Zeit außerhalb von Sektor Y-1337 und verkehren dabei intensiv mit anderen Spezies. Dennoch haben sie sich innerhalb der Ketgor einen Ruf als konservativer Bewahrer der kulturellen Identität bewahrt.

Kulturelles

Ähnlich wie die Tribat scheinen die Ketgor der Religion eine große Rolle beizumessen. Dabei hat die Befolgung religiöser Gebräuche allerdings den Vorrang vor individueller Spritualität. Nur eine Minderheit der Ketgor würde sich als gläubig bezeichnen, dennoch steht die Nichtbefolgung der religiösen Bräuche, wie der rituellen Waschungen, unter Strafe. Der nomadische Lebensstil der Ketgor begünstigte die Herausbildung eines Stammessystems. Bis auf Ausnahmen beherbergt dabei ein Stadtschiff dabei je einen Stamm, der in aggressiver aber nicht-kriegerischer Konkurrenz mit den anderen Stämmen steht. Zur Zeit ist die Existenz von 347 Stämmen mit einer Gesamtbevölkerung von 160 Millionen bekannt. Die einzelnen Stämme unterscheiden sich dabei untereinander enorm. Bis auf wenige Ausnahmen werden die einzelnen Stämme paternalistisch geführt, wobei dem jeweiligen Stammesführer mit fast uneingeschränkten Befugnissen ausgestattet sind. Anders als bei den Grinori und Tribat besteht kein Konsens über unveräußerliche Grundrechte des Individuums.

Auf den Stadtschiffen ist die Hierarchie schon in der Anordnung der Sektionen sichtbar. Mit abnehemender sozialer Stellung herrscht eine zunehmend pragmatische Einstellung gegenüber Gegenständen aller Art und auch dem eigenen Körper und nutzen ihre Ressourcen oftmals sparsam. So sind sie Augmentationen gegenüber aufgeschlossen. Auch die Zwangssterilisationen sind innerhalb der Ketgorgesellschaft unumstritten, stellen sie doch eine effektive Methode der Kntrolle der Bevölkerungszahl dar.

Aufgrund der langen Abgeschiedenheit sind die meisten Ketgor Fremden gegenüber äußerst misstrauisch. Die überwältigende Mehrheit der auf Stadtschiffen lebenden Ketgor ist noch nie einem Nicht-Ketgor begegnet. Angehörige anderer Spezies reagieren im Gegenzug aufgrund der oft katastrophalen humanitären Zustände und den mutmaßlichen Mangel an Zivilisation bei den Ketgor oftmals ebenfalls mit Feindseligkeit, Geringschätzung und offenem Rassismus. Dieser Effekt wird dadurch verstärkt, dass die meisten Außenstehenden den Ketgor lediglich auf PX-312 begegnen, wo die kulturellen und wirtschaftlichen Unterschiede eklatant zu Tage treten.