L'albero rosso

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Die Oper L'albero rosso ("Der rote Baum") ist eine 2233 von einem anonymen Verfasser geschriebene Oper, die sich in der Föderation einer gewissen Popularität erfreut und regelmäßig an einigen Schauspielhäusern und Opern auf die Bühne gebracht wird. Mittel-, Dreh- und Angelpunkt des Stückes ist der namensgebende rote Baum, der stetig darin auftaucht.

Inhalt

Die Oper beginnt im ersten Akt mit einem menschlichen Mann, der unter einem alten Baum mit roten Blättern sitzt. Er klagt dem Baum sein Leid, seine Einsamkeit, seine Ratlosigkeit und den Schmerz, den er empfindet. Klar wird, dass er jemanden sucht aber nicht, wen.

Die erste richtige Szene stellt einen krassen Kontrast dazu dar. Dem Zuschauer wird eine fröhliche, frischgebackene Familie gezeigt, deren einzige Besonderheit darin besteht, dass der Vater Andorianer ist. Da die Kinder menschlich sind, müssen sie adoptiert worden sein. Der erste Akt der Oper widmet sich vor allem der strengen Erziehung der beiden Söhne durch den Vater und die liebevolle Erziehung durch die Mutter, bis weit in die Pubertät der Söhne hinein. Sobald die Söhne das Vorschulalter erreicht haben, pflanzt die Familie einen Baum in ihrem Garten, der bei jeder Phase der Erziehung weiter wächst und somit als Zeichen der fortschreitenden Zeit steht.
Der zweite Akt leitet damit ein, dass der Vater in den Krieg zieht. Nur kurze Zeit später kehrt er zurück, da der Krieg nun vor der Haustür stattfindet. Welcher Krieg es ist, wird nicht gesagt. In einer dramatischen Szene überfallen menschliche Soldaten die Familie und erstechen die Eltern. Die Söhne können fliehen, aber einer von beiden muss bald wegen einer Verletzung zurückgelassen werden. Übrig bleibt nur Michael Anderson - wir erfahren den Namen erst jetzt - und er versteckt sich unter einer Brücke. Dort beginnt er im Angesicht der Ereignisse zu halluzinieren und stellt sich vor, wie er sich an den Mördern rächen kann. Nach eindrucksvollen Traumsequenzen macht er sich auf eine Reise, um ferne Länder zu entdecken und die Wanderungen lassen ihn auf Gestalten aus seiner Traumwelt treffen.

Im dritten Akt trifft der Zuschauer Michael wieder und er ist gealtert. Kriege sind vorbei und auch seinen Bruder hat er seit dem Todestag seiner Eltern nie wieder gesehen. Der dritte Akt beginnt mit der allerersten Szene am roten Baum, die hier noch einmal gespielt wird. Danach trifft der Bruder von Michael ein und will ebenfalls trauern. Aber er kommt nicht alleine, sondern bringt seine Familie mit, die er mittlerweile gegründet hat und auch die Kinder seiner Frau. Schmerzvoll muss Michael erkennen, dass er mit der Rachsucht sein Leben zugebracht hat und darüber hinaus kein weiterer Platz für mehr in seinem Herzen war. Michael muss auch erkennen, dass der eigentliche Sieg des Bösen nicht der Mord an den Eltern war, sondern das er sein Herz durch diese Tat hat vergiften lassen. Die letzte Szene deutet an, dass Michael seine Rache hatte, dennoch aber unglücklich starb, denn der Baum ist wieder ergrünt und er spendet den Kindern von Michaels Bruder Schatten.

Rezeption und Information

  • Es gibt vielerlei Interpretationsansätze für diese Oper. Zwei Lesarten haben sich herauskristallisiert. Einerseits kann man sie als Metapher auf die Rache sehen, die das Herz eines Mannes zerfressen kann, aber auch als Metapher auf die andorianische Lebensweise, die mehr mit Kampf und Krieg beschäftigt ist als mit Familie und Freunden.
  • Die Oper war in ihrer Anfangszeit recht umstritten, da ihr unterstellt wurde, die andorianische Lebensweise zu trivialisieren und zu vermenschlichen. Teilweise sind einige Inszenierungen heute noch umstritten, aber da sich vor allem die Interpretation auf die Rache-Metapher durchgesetzt hat, sind die meisten Debatten darüber zum Erliegen gekommen.
  • Die Erziehung der beiden Elternteile wird auf Wunsch des Verfassers nicht als typische Lebensweise der beiden Rassen dargestellt, sondern eher stereotyp als Widerspruch der eigennützigen, harten, disziplinären Arbeit im Universum (Vater) und der selbstlosen, alles umarmenden Liebe (Mutter).
  • Ganz besonders hebt die Oper aus dem Gros heraus, dass sie auch starke Theater- und Ballett-Elemente besitzt, die je nach Inszenierung betont werden. Traditionell wird sie als klassische terranische Oper oder als Ballett vorgeführt.
  • Berühmt wurde die Oper vor allem durch die Inszenierung von Tetsui Utz (Bolianer) 2358. Er brachte spektakuläre holografische Effekte auf die Bühne, die seitdem in kaum einer Inszenierung wegzudenken sind. Die beiden Darsteller von Vater und Mutter hatten durch Utz einen großartigen Durchbruch und sind seitdem föderationsweit bekannt.

Berühmte Zitate

  • Mutter: "Es gibt zwei Wege im Leben. Den Weg der Natur und den Weg des Mitleids." (zu Michael)
  • Vater: "Es braucht festen Willen, um in dieser Welt nach vorne zu kommen. Schlag mich!" (zu Michael)
    Mutter: "Er hat Angst vor dir. Du erwartest von ihm Dinge, die nicht mal ich mich trauen würde."
  • Vater: "Eines Tages werden wir alle fallen und sterben. Aber du wirst allem widerstehen. Allem." (zu Michael)
  • Michael: "Leitet mich. Bis ans Ende der Zeit." (zum roten Baum)
  • Bruder: "Bis du liebst, läuft dein Leben nur ab." (zu Michael)