Marcus Salem

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Dieser Artikel ist der Artikel des Monats Juli 2012. Er wurde von den Rollenspielern gemeinschaftlich ausgewählt und prämiert. Dennoch bist Du natürlich eingeladen, auch diesen Artikel weiter zu verbessern.


"Sooner or later though, you always have to wake up."


Marcus Salem (* 25.08.2352 in Chicago, Illinois) war seit 2387 der Erste Offizier an Bord der USS Esquiline NCC-83716 und hatte seinen Dienst in vollem Umfang aufgenommen. Zu diesem Dienst gehörte sowohl das Durchsetzen von den Befehlen des Kommandierenden Offiziers sondern auch die Wacht über die Einsatztauglichkeit der Crew.


Persönliches Logbuch, Marcus Salem


Lebenslauf

Kindheit und Jugend (2352 - 2375)

Geboren wurde Marcus als Sohn des Feuchtfarmers Elliot M. Salem IV. († 14.05.2375 in Chicago) und dessen Geliebter Olivia McClorsky († 14.05.2375 in Chicago) in einem Randgebiet von Chicago. Die Eltern von Marcus gehörten einer kleinen Sekte namens "Orden der Blutsväter" an, die Außerirdische als "Lebewesen niederen Ranges" betrachtete und weigerten sich dementsprechend ein Krankenhaus aufzusuchen, das mit fähigen Ärzten nichtterranischen Ursprungs besetzt war. Also musste die Geburt unter niedrigen hygienischen Umständen stattfinden. Nichtsdestotrotz überlebten sowohl Olivia McClorsky als auch Marcus die Prozedur ohne langfristige Schäden.

Als neugeborenes Mitglied der Sekte war es Marcus verboten, die Farm seines Vaters zu verlassen und wurde von den Ältesten der anderen 141 Sektenmitgliedern unterrichtet, was den Umgang mit Maschinen, Technik und Literatur anging. Strikt verboten war Kontakt zu Außerirdischen oder deren Kultur. Marcus wuchs also unter strenger und rassistischer Indoktrination auf, die ihm nur ein sehr eingeengtes Leben ermöglichte. Entsprechend monoton verlief das Leben von Marcus Salem, bis er von seinem Vater als vertrauenswürdig genug empfunden wurde, um die Farm für Geschäftstätigkeiten zu verlassen. Zu diesem Zeitpunkt war Marcus 10 Jahre alt. Sein erster Kontakt mit einem Vulkanier verlief sehr konfliktreich, da sich dieser den Anfeindungen des Jungen ausgesetzt sah. Nur mit Müh und Not entging Marcus einer Strafverfolgung der Ordnungskräfte. Für die nächsten vier Jahre durfte er die Farm allerdings wieder nicht verlassen. Im Alter von 18 entschloss sich Marcus zu einer halbherzigen Flucht, da ihm auch das weitläufige Farmland keine Unterhaltung mehr bot, egal wie oft er den Zaun auch ablief oder mit den Kindern der anderen Familien rangelte. Bei dieser Einengung dürfte die Neigung zu Aggression entstanden sein.

Marcus unterdrückte seinen Rassismus für seinen Freiheitsdrang und schaffte es bis in eine Bar der nächstgrößeren Stadt, ehe er wieder aufgegriffen wurde. Diesmal hatte er einem Andorianer maßlos übertrieben gedroht und wurde festgenommen. Bei der Rückkehr nach der Sicherheitsverwahrung erwartete ihn die Strafe der Sekte, die aus weit mehr Gewalt bestand als die Verwahrung selbst.

Eigenständigkeit (2375 - 2379)

Diese unverhältnismäßige Strafe war einer der Gründe, warum das Misstrauen zwischen Marcus und der Sekte wuchs. Das wiederum führte zu dem starken Bruch, den Marcus dann mit 21 (dem Alter der Volljährigkeit im "Orden der Blutsväter" beging: Er zog aus und in die nächstgelegene Stadt um dort als billige Hilfskraft zu arbeiten. Es kam gelegentlich zu lautstarken Diskussionen mit Außerirdischen aber Marcus gelang es, nicht weiter aufzufallen. Als er das 23. Lebensjahr erreicht hatte, beging der gesamte "Orden der Blutsväter" einen kollektiven Selbstmord (14.05.2375), Beweise oder Indizien die auf Motive hindeuten könnten, wurden nicht gefunden. Aus Trauer über den irrsinnig anmutenden Abschied seiner Eltern zweifelte er mehr und mehr an den Idealen, die ihm eingeimpft wurden. Zugleich fasste er Vertrauen zu einem Vulkanier, der das Rekrutierungsbüro der Sternenflotte leitete. Marcus informierte sich über die Akademie, die Schiffe und was alles zum Alltag der Sternenflotte gehörte. Doch noch war er argwöhnisch ob all der verschiedenen Spezies. Da kam die Anwerbung einer arktischen Station recht: Man wurde gut bezahlt, hatte viel Freizeit und einen einfachen Job. In einer arktischen Forschungsstation für Biologen und Exobiologen als Arbeiter helfen, schien ein gutes Angebot. Und die Mitarbeiter waren nur Menschen. Marcus unterschrieb und verbrachte die nächsten 4 Jahre am Nordpol.

Diese lang anmutende Zeit erschien recht kurz, da Marcus die Zeit unter aufgeschlossenen Forschern verbrachte, die ihm viel über den Kontakt mit Außerirdischen erzählen konnten, welche ihrer Verwandten bei der Sternenflotte arbeiteten und vieles mehr. Ihm eröffnete sich eine neue Welt, wenn auch nur am Nordpol. Marcus verbrachte die Zeit mit körperlicher Ertüchtigung und ließ sich von seinen Mitarbeitern außerirdische Literatur mitbringen, die er wälzte. Innerhalb dieser 4 Jahre holte Marcus seine gesamte Schulbildung nach und schaffte es sogar, einen respektablen Abschluss einer Fernschule zu machen, was seinen Plan jetzt begünstigte: Er würde zur Sternenflotte gehen.

Sternenflottenakademie (2380 - 2384)

Am 09.09.2380 schrieb sich Marcus nach Querelen mit der Verwaltung an der Sternenflottenakademie ein. Sein schon fortgeschrittenes Alter führte nicht zu den prophezeiten Problemen mit anderen Kadetten. Viel eher half sein wissbegieriges und neugieriges Wesen dabei, die Akademie im Sturm zu erobern und sich in das Gebilde San Franciscos einzufügen. Er knüpfte rasch Kontakte und sehr schnell war er Teil der Clique um Talon Varn, Jedal, Zurak und Manuel Marterer. Es ist unmöglich zu sagen, wie sehr diese Truppe zusammenhielt. Jeder hatte seinen Anteil an Erfolgen des Anderen und man verbesserte sich gegenseitig in den Fächern, in denen man selbst schwach war. Und hier lernte Marcus auch die Geschichten kennen, die seine Eltern nie erzählt hatten: Hilfreiche Betazoiden, mild freundliche Vulkanier und Klingonen, die ein Ehrgefühl hatten, das Marcus sehr imponierte. Es war eigentlich zum Verrücktwerden: Eine ganz andere Welt, als man ihm in der Jugend versprochen hatte. Aber es gefiel ihm, dieses avantgardistische, interkulturelle Flair um die Golden Gate Bridge herum. Und man braucht über das Studium gar nicht viele Worte verlieren - es lief schließlich relativ reibungslos. Auch dank der Clique, die untereinander ungebrochene Solidarität demonstrierte. Marcus absolvierte die SO/TO-Seminare mit einem "gut", wobei seine Einzelkämpferqualitäten hervorgehoben wurden, besonders seine Überlebensfähigkeit. Salem absolvierte sogar einige theoretische sowie praktische Trainingseinheiten mit den Marines in Credenhill, EU - was als ein nicht unbedeutender Erfolg innerhalb des Studiums betrachtet werden kann, da nicht jeder für dieses Training zugelassen wird. Schwächen offenbarten sich dagegebn bei Teamarbeit und das Conn/Ops-Seminar hat er nur mit Not bestanden. Eine Testmission auf der USS Troy beeindruckte Marcus´ Ausbilder so sehr, dass er die Chance erhielt, seinen ersten Posten auf einem Sovereign-Klasse-Schiff anzutreten. Und Marcus griff umgehend zu.

USS Aurora NCC-81337 (2384 - 2387)

Nach seiner Ernennung zum Ensign wurde Marcus auf die USS Aurora NCC-81337, einem Explorer der Sovereign-Klasse versetzt, um seinen Dienst als Sicherheitschef zu versehen. Er selbst nahm die Kommandierung augenscheinlich gelassen an, war aber dennoch gerührt, Teil dieses - wie er fand - geradezu faszinierenden Schiffs zu werden. Hier entwickelte er auch das Programm "Perseus" und schob einige Veränderungen in der Abteilungsstruktur an, was seine ersten Handlungen der ersten Wochen an Bord waren. Die übernommene Abteilung erwies sich als enorm effizient und trug dazu bei, dass die ersten Erlebnisse der Tiefenraummission - sofern sie gefährlich waren - glimpflich abliefen. Die persönlichen Erstkontakte mit der Crew waren ebenfalls zufriedenstellend , wobei sich Salem zuerst als guter Kollege zu etablieren versuchte. Nach einem Jahr auf der Tiefenraummission hatte er sich endgültig in die Arbeitsweisen der ihm zugeteilten Abteilungen eingefunden und erlebte verschiedenste Höhe- wie auch Tiefpunkte. Einerseits erlernte er für einen Ball hinreichend den südamerikanischen Tango, andererseits ging er eine Beziehung bis 2387 mit der stellvertretenden Chefingenieurin Lieutenant Halley Celes ein. Er vollbrachte mit diesem Schiff 2386 seine erste komplette Mission und auch den folgenden Geierkrieg. Auf der Aurora fand Marcus viele Freunde aber auch allerhand Feinde - oder Personen, denen er nicht wieder begegnen möchte. Unter seiner Leitung der Abteilung fielen 15 Mitglieder in der Abteilung. Obschon jeder Einzelne eine Lücke riss, sollten ihre Opfer für das Schiff nie umsonst sein.

USS Esquiline NCC-83716 (2387 - heute)

Zum Ende des Jahres 2387 und zu Beginn des Jahres 2388 wurde Marcus zum Ersten Offizier der USS Esquiline NCC-83716 versetzt, einem Explorer der Luna-Klasse. Die Zeit bis zur Ankunft auf dem Schiff vertrieb er sich mit seiner Reha und Recherchen über diverse Fakten, die er in einem Buch gefunden glaubte. Die erste Reise hörte auf den Namen Mission Praetorianer und führte in den Tarantula-Nebel, wo die Yuzang vor Jahren einem Angriff durch das Borg-Kollektiv weichen mussten. Die Mission hatte humanitären Charakter und nachdem die Lage der Yuzang auf der Sel-Emna-Station gesichert worden war, begann man auch mit der Wiederbesiedlung von Yu. Die ersten Monate auf dem Schiff kämpfte Marcus vor allem mit seiner neuen Aufgabe als Erstem Offizier. Weder war sie gewohnt noch besonders aufregend. Vor allem die erhöhte Verantwortung und die Tatsache, dass er mehr befehlen als selbst tun muss, drücken ihm auf die Stimmung. Ausgleich war nach wie vor hauptsächlich der Sport, hier vor allem mit den Esquiline Eagles. Im Zuge der Mission Praetorianer im Jahr 2389 fand die Schlacht um die Sel-Emna statt. Im Zuge ihrer wurde das Herz von Marcus so schwer durch einen Stromschlag beschädigt, dass es noch im Anschluss gegen ein künstliches Herzimplantat ausgetauscht werden musste. Das ursprüngliche Organ wurde entfernt und entsorgt. Auf dem Schiff traf er auch Neykana Pienaar.

Dienstakte


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Persönlichkeit

Charakter und Fähigkeiten

In seiner Jugend war Marcus ein rassistischer Hitzkopf, der keiner Prügelei aus dem Weg ging. Ab dem 21. Geburtstag änderte sich das zum Guten. Er versucht jetzt, seine maßlosen Vorurteile zu kontrollieren und abzubauen, wobei der rege Kontakt zu anderen Kadetten hilft. Marcus ist enorm hilfsbereit und kameradschaftlich, wenn er seine Kameraden erst einmal akzeptiert hat. Die starke Umstrukturierung seiner Weltanschauung zog einen gewissen Zynismus nach sich, weil er nach dem Tode seiner Eltern auch ihnen mehr und mehr misstraute. Aber auch diesen Wesenszug versucht Marcus zu kontrollieren. Er zeigt eine starke Wandlung zum Besseren, seit er an der Sternenflottenakademie ist und dieser Wandel hält an. Er verhält sich in manchen Situationen noch sehr tolpatschig, wie jeder Kadett, aber durch seine Selbstironie fällt es etwas auf. Marcus gibt immer sein Bestes, darunter nie etwas - das lässt ihn zuweilen verbissen wirken und in manchen Situationen zeigt er sich als wahrer Sturkopf, der nichts aufgibt. Ob sich das zum Guten oder Schlechten auswirkt, wird sich zeigen müssen. Bemerkenswert sind noch seine Neigungen zu adrenalinfördernden Situationen, was wohl als Erbe seiner Aggression gelten darf. Seine Selbstdisziplin ist nach wie vor erstaunlich. Obschon Kontakte mit ihm schnell geknüpft sind, ist es ein weiter Weg, sein volles Vertrauen zu erlangen. Er ist gesellig, aber in dieser Gesellschaft oft auch oberflächlich.

In seiner Selbsteinschätzung gab Marcus seine Art und Weise als "zupackend, direkt und ehrlich" an, wobei die ersten Verhaltenstests diese Einschätzung bestätigen. Zu Denken gibt, dass diese sehr geradlinige Art und Weise mit der diplomatischen Höflichkeit und den Verhaltensweisen vieler Welten kollidieren könnte. Sogar unter Menschen ist diese unverhohlene Mentalität nicht immer sympathiefördernd. Seine Entscheidungen mögen überhastet anmuten, dennoch besitzt Marcus ein bemerkenswertes Improvisationsvermögen, dank dessen er fehlerhafte Entscheidungen schnell auszubügeln vermag.

Noch erwähnenswert ist, dass Marcus wenig empfindsam gegenüber äußeren Verletzungen ist, die er sowohl versorgen als auch erleiden kann, sofern sie ihn nicht anatomisch beeinträchtigen. Allerdings kann man ihn als Hypochonder betrachten. Er hasst jeden Feind, den er nicht sehen kann und beschrieb dem Aufnahmecounselor einen Alptraum, bei dem sich Erreger unter seiner Haut einnisten. Das wäre eine Situation, in der er die Kontrolle verlieren würde.

Marcus besitzt Kenntnisse in Kampfsportarten wie z.B. Krav Maga und ist im Umgang mit Nahkampf- und Fernkampfwaffen geübt. Sein Alter schlägt sich in seiner Leistungsfähigkeit noch nicht nieder, er steht gut im Training. Seine Ausdauer ist sehr gut, seine körperliche Fitness ebenso.

Hobbys

Marcus selbst gab bei der Bewerbung "Lernen" als ein Hobby an, was offenbar stellenweise stimmt. Er arbeitet ehrgeizig alles Neuartige auf und entwickelt eigene Lösungen für Probleme, auch wenn das als Freizeitspaß logischerweise eher misstrauisch beäugt wird. Ansonsten hat Marcus seine Freude an Holodeck-Aufenthalten, körperlicher Ertüchtigung (Schwimmen, Ausdauertraining, Fußball, Fitnesstraining) und dem Ausbau seiner Nahkampfqualitäten (Krav Maga, CQC). Bei den Holodeckaufenthalten fällt auf, dass auch hier Bewegung immer eine große Rolle spielt. Marcus liebt Fortbewegungsmittel des 21. (sog. Autos) und des 18. Jahrhunderts (Pferde). Letztere reitet er auch gerne und das nicht einmal schlecht. Bei einem Austausch mit Talon Varn brachte dieser Marcus auch die menschliche "Age of Rock" näher, wobei sich Marcus noch am ehesten mit den Arbeiten von Ramin Djawadi anfreunden konnte, sonst aber aufgrund diverser Vorlieben Beethoven bevorzugt. Er nutzt auch mit Vorliebe das von ihm erstellte "Perseus"-Programm und übt dort regelmäßig den bewaffneten Nahkampf. Einer hitzigen Diskussion, die Marcus gerne bis zur Beleidigung führt, geht er ebenfalls nie aus dem Weg - Debattieren ist seine Art und Weise, die Meinungen anderer Lebewesen kennen und schätzen zu lernen. Dabei verliert er gern die Zeit außer Acht, weshalb er Diskussionen gerne in die Länge zieht und zu nachfolgenden Terminen zu spät kommt.

Ein großes Interesse hat Marcus an der menschlichen Historie entwickelt, vor allem was die sog. griechische und ägyptische Antike bzw. deren Hochkulturen angeht. Ein von ihm geschriebenes Holoprogramm namens "Perseus" erfreut sich mittlerweile bei der Sicherheitsabteilung der USS Aurora großer Beliebtheit, da es enorm vielfältig ist und von jedem der Crew beliebig erweitert werden kann, wobei Marcus nur der Schöpfer des Urkonstruktes ist. Beliebt auch deshalb, weil es nicht nur zur Unterhaltung dient, sondern aufgrund der vielzahl mythologischer Gegner (Hydra, Minotaure, ...) auch vortrefflich zum Training mit jeder Waffengattung und jeder gegnerischen Taktik benutzt werden kann.

Private Bindungen


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Offplay-Informationen

Der Name "Marcus Salem" setzt sich aus den Videospielhelden "Elliot Salem" aus Army of Two und "Marcus Fenix" aus Gears of War zusammen. Charakterlich könnte man ihn als Sergeant "Gaz" aus Call of Duty 4: Modern Warfare betrachten. Weitere Entwicklungen inplay bleiben natürlich abzuwarten, aber dies ist die grob umrissene Grundlage seines Daseins. Das Gesicht leiht ihm übrigens Sam Worthington, der regelmäßigen Kinogängern gerade aus "Terminator: Salvation" und "Avatar" bekannt sein dürfte, 2011 aber auch in den Filmen "The Fields" oder "Commando" auftritt. In der deutschen Version wird er von Tobias Kluckert gesprochen.