Martin Island

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Martin Island ist eine der drei Inseln, welche das Ballantyne-Dreieck auf PX-312 bilden. Zudem handelt es sich um die Zentralwelt der Ketgor, deren einzige bekannte permanente Siedlung sich auf dem Eiland befindet. Über die gesamte Fläche der Insel zieht sich die einzige Siedlung der Ketgor, Turquaray.

Turquaray

Geschichte

Da sich auf Martin Island die Ruinen eines jahrtausendealten Tempels der Ketgor fanden, wählten diese die Insel als den Sitz ihrer Vertretung im Eden-Dreibund. Seit dieser Entscheidung verschlug es über 2 Millionen Ketgor nach Martin Island, welche die schroffe und felsige Insel binnen kürzester Zeit erschlossen. Benannt wurde die Siedlung nach dem Tempel in ihrem Zentrum, Turquaray bedeutet in der Sprache der Ketgor "Tempel aus Stein". Der Tempel stellt auch das größte Gebäude in Turquaray dar, die meisten anderen Gebäude bestehen aus einer Mischung aus Zeltplanen, Wellblech, Tierhäuten und bisher noch nicht näher identifizierten Materialien. Überhaupt prägt der nomadische Lebensstil das Stadtbild. So fällt dem Besucher nicht nur das offenkundige Fehlen massiver Gebäude auf, auch befestigte Straßen sowie Wasser- und Stromversorgung sind den Ketgor fremd. Auch wenn diese slumartigen Lebensverhältnisse auf die zahlreiche Föderationsbürger beklemmend und bisweilen ekelerregend wirken, stellt Turquaray für die seit Jahrtausenden auf Sektor Y-1337 durchfliegenden Stadtschiffen lebenden Ketgor einen überaus attraktiven Wohnort dar. Überhaupt sind die meisten Ketgor-Siedler überaus glücklich über ihre neue Heimat und das täglich wechselnde Stadtbild und empfinden ihrerseits die ihnen befremdlich erscheinenden modernen Bauten auf den anderen Inseln als beklemmend. Daher sind größere Gruppen von Ketgor nur selten außerhalb Turquarays anzutreffen, was von den Tribat und Grinori jedoch nicht zwangsläufig als Verlust angesehen wird. Aus diesen sowie religiösen Gründen rang die Ketgor-Verwaltung sich auch noch nicht zu einem Stopp der Besiedlung durch. Auch die Föderation scheint mit der Lage in Turquaray überfordert. So steht sie bei Erwägungen humanitärer Hilfe vor dem Dilemma zwischen der kulturellen Identität der Ketgor sowie den eigenen humanitären Werten entscheiden zu müssen.

Aufbau

Das einzige feste und zentrale Merkmal des Stadtbildes stellt der restaurierte Ketgor-Tempel in der Mitte Turquarays dar, welcher der Siedlung ihren Namen verlieh. Um den aus aufgestellten steinernen Pfeilern und mit einer Plane überspannten Tempel wurde ein kleiner Wassergraben angelegt, da die Religion der Ketgor vor dem Betreten des Tempels ein Fußbad erfordert. So ziehen die meisten Ketgor vor Betreten des Tempels ihre Schuhe aus, treten mit beiden Füßen ins Wasser und ziehen auf der anderen Seite angekommen ihre Schuhe wieder an. Doch auch der Anblick von Ketgor, die ihre Schule zur rituellen Reinigung nicht einmal ausziehen ist kein ungewöhnlicher, da die erhaltenen heiligen Texte der Ketgor nirgendwo Schuhwerk erwähnten. Der Rest des Stadtbildes befindet sich in einem konstanten Wandel. Die meisten Gebäude wurden binnen weniger Stunden errichtet und können ebenso schnell wieder abgebaut und an anderer Stelle neu errichtet werden, was nicht selten der Fall ist. Kleine, zumeist verschmutzte Gassen schlägeln sich ohne jegliches System zwischen den Zelten und Wellblechhütten durch. Besondere Vorsicht gilt es gegenüber den oftmals nicht ausreichend domestizierten Nutztieren walten zu lassen, auf deren Konto täglich mehrere leichte bis schwere Verletzungen gehen. Die einzige befestigte Fläche in Turquaray stellt der Landeplatz dar, der regelmäßig von Nutztieren und Zelten geräumt werden muss. Direkt neben dem Landeplatz befindet sich der Sitz der Ketgor-Verwaltung in einem zweistöckigen Zelt mit Holz-Streben und metallenen Wänden. Fremde werden für gewöhnlich sofort nach der Ankunft von zahlreichen Bewohnern umringt, die ihre Waren und Dienste anbieten. In einer internen Dienstanweisung rät die Sternenflotte davon ab, Turquaray bei Nacht und ohne Begleitung zu besuchen.