Nadu Donrak

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Nadu Donrak war Cardassianer und erster als auch einziger Premierminister der cardassianischen Nachkriegsregierung.

Frühe Karriere

Schon früh während des für einen Cardassianer bürgerlicher Herkunft fast schon obligatorischen Militärdienstes wurde Donraks politisches und rhetorisches Geschick offensichtlich, was ihm im Zentralkommando gleichzeitig Möglichkeiten eröffnete als auch Feinde schuf. Nach Verübung seines Dienstes gelangte er in den Detapa-Rat, wo er durch sein vehementes öffentlichkeitswirksames Auftreten gegen den Abzug der cardassianischen Truppen von Bajor seine Feinde im Zentralkommando größtenteils beschwichtigen konnte, ein Schritt, der ihm möglicherweise politische Karriere wenn nicht gar Leben rettete. Schnell wurde jedoch klar, dass Donrak weder voll auf der Seite des Zentralkommandos oder des Detapa-Rates stand, ersteren waren seine Demokratisierungswünsche ein Dorn im Auge, letzteren seine weiterhin militaristische und ultranationalistische Agenda. Daher fiel 2372 nach dem Sturz des Zentralkommandos sein Sitz im Detapa-Rat an ein Mitglied der Dissidentenbewegung, Donraks politische Karriere schien erneut kurz vor dem Ende. Als ein Jahr darauf die Union dem Dominion beitrat zog Donrak sich nach einer kurzen Stellungnahme völlig aus dem öffentlichen Leben zurück, da der Anschluss der Union an das Dominion seiner ultranationalistischen Einstellung widersprach. Über sein Wirken in den folgenden Jahren ranken sich viele Mythen, einige verklärten Donrak zum patriotischen Freiheitskämpfer, andere warfen ihm eine Kooperation mit dem Dominion vor.

Wiederaufbau

Seine Sternstunde begann unmittelbar nach dem Ende des Dominionkriegs, als er sich umgehend an die Truppen der Siegermächte wandte und humanitäre Hilfe organisierte, obwohl für seine Geburtsstadt jede Hilfe zu spät kam. Dies und der Tod eines Großteils seiner Familie beim Orbitalbombardements von Lakarian City brachte Donrak hohe Popularitätswerte ein. Nach einem halben Jahr wurde er zum Gouverneur Cardassia Primes gewählt und vom Alliierten Kontrallrat zum Chefadministrator der Föderationsbesatzungszone ernannt. Hier setzte Donrak seinen Einfluss zur erneuten Stärkung der Rolle Cardassia Primes in der Union und dem Verhindern einer Zersplitterung des Großreiches an, wobei er für diesen Zweck auch bereit war ideologische Gräben zu überspringen und sowohl mit ehemaligen Dissidenten als auch ehemaligen Mitgliedern des Zentralkommandos zu arbeiten. Anfang 2380 wurde er als Mitglied in das Exekutivkomitee, der provisorischen Regierung der Union, gewählt, wo er maßgeblich an der Erstellung einer neuen Verfassung beteiligt war. Während dieses langwierigen Prozesses, der durch nun ans Tageslicht geratenen Partikularinteressen der unzähligen Minderheiten zusätzlich erschwert wurde, setzte sich Gouverneur Donrak als Führer einer nationalistisch-demokratischen Bewegung durch, die 2382 zur Freiheitlich-Demokratischen Allianz werden sollte. Anfang 2382 kam es in der Partei aufgrund unterschiedlicher Auffassungen zur Rolle der Zentralregierung in der Union zum Bruch mit einem der engsten Vertrauten Donraks, Guri Darnok von Sharett II, welcher eine weitaus föderalistische Lösung favorisierte, als Donrak es vertreten konnte.

Die Wahlen von 2383 und Wirken als Regierungschef

Um den schlechten Prognosen außerhalb der Zentralwelten entgegen zu wirken trat Donrak, der von seiner Partei zum Spitzenkandidaten für den Posten des Premierministers gewählt wurde, mit dem Versprechen an im Falle eines Sieges binnen eines Monats eine Regierung der Nationalen Einheit zu bilden. Mit einem Fünftel der abgegebenen Stimmen wurde Donraks Freiheitlich-Demokratische Allianz tatsächlich stärkste Kraft und Donrak erster Premierminister der Union. Für viele überraschend löste Donrak sein Wahlversprechen ein und bildete tatsächlich eine Regierung der Nationalen Einheit, welche aufgrund des schier endlosen politischen Spektrums immer am Rande der Handlungsunfähigkeit steht. Wie erfolgreich Donrak sein Volk auf dem Weg in die erneute Unabhängigkeit lenkt blieb abzuwarten.

Politischer Umbruch und das Ende von Nadu Donrak

Mit einer Regierung der Kompromisse und Zusammenschlüsse konnte Nadu Donrak auf Cardassia eine 20 Jahre andauernde Phase der Demokratie und des Friedens sowie Offenheit gegenüber anderen Mächsten festigen. Mit dem Zusammenschluss zwischen der Regierung und der konservativeren Loyalistischen Einheitspartei Cardassia, weichte die Linie Donraks jedoch mehr und mehr in seinen Zugeständnissen auf und verlor an Vertrauen in der Bevölkerung, die befeuert durch die Opposition die Regierung nur noch als Fahne im Wind betrachtete. Zudem wurde seit der Wahl des neuen Föderationspräsidenten P'murt die Stimmung zwischen der Föderation und der Union kälter. Bei einem finalen Aufstand gegen die Regierung kamen sowohl Nadu Donrak, als auch mehrere namhafte Abgeordnete ums Leben. Sein Lebenswerk war die Demokratie, doch der Preis, den das Volk dafür zahlen musste, traf zum Schluss ihn selbst.