Octavias

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Octavias war Praetor und damit Staatschef des Romulanischen Sternenimperiums. Vormals lange Jahre als Senator auf Romulus tätig, wurde ihm das Amt nach dem Krieg von 2387 zugesprochen, welches er bis zu seinem gewaltsamen Tod im Jahr 2397 innehatte.

Biographie

Vom Offizier zum Senator (2279 - 2379)

Octavias wurde 2279 auf Romulus geboren, als ältester Sohn einer angesehenen Senatorenfamilie. Schon in jungen Jahren war sein zukünftiger Weg als Politiker vorgezeichnet, so erhielt er eine umfassende Ausbildung in Rhetorik und Geschichte. Auch seine weltanschauliche Erziehung verlief in typischer Art der romulanischen Aristokratie, wonach Romulus und das Imperium als Zentrum des Universums und der Fortschrittlichkeit zu betrachten seien. Dennoch bewahrte Octavias sich genug liberalen Geist, um nicht völlig im Lager der rechten Kräfte zu verschwinden.

Wie für Politiker üblich diente Octavias als junger Mann bei den Streitkräften des Imperiums, wo er als Offizier auf einem Warbird tätig war und vornehmlich aufgrund seiner Beziehungen bis zum SubCommander aufstieg. Der Vater besaß einige Freunde in der Admiralität, welche auch dafür Sorge trugen, dass Octavias nur in ungefährlichen Einsatzgebieten stationiert war. Als Folge daraus kann seine militärische Erfahrung als sehr beschränkt eingeschätzt werden.
Nach Abschluss seiner Militärkarriere verbrachte Octavias vier Jahre an einer Hochschule, um sich mit der Theorie des Staatswesen intensiver zu befassen, bevor er schließlich 2337 einfaches Mitglied des Senats auf Romulus wurde. 42 Jahre lang arbeitete er im Dienst des Volkes, bekleidete mehrere niedere Ämter, ohne eine tatsächliche Chance zu erhalten, nach Höherem zu streben. Oftmals wurde er aufgrund seiner rhetorischen Fähigkeiten eingesetzt, um repräsentative Aufgaben wahrzunehmen – ein Umstand, der ihm das Leben rettete, da er 2379 während des Staatsstreichs von Shinzon nicht auf Romulus war und dem Anschlag auf den Senat somit entging.

Nach Shinzons Staatsstreich (2379 - 2387)

Romulanisches Wappen

Als diese erste Krise vorüber war, die eine lange Kette von Problemen für das Imperium einleiten sollte, wurde der Senat neu aufgestellt und Octavias als erfahrenes Mitglied war unter den treibenden und auch führenden Kräften. Erneut kamen ihm seine rhetorischen Fähigkeiten zugute, so fungierte er u. A. als Sprecher des Senats. Im Jahr 2387, das zum Katastrophenjahr für das Imperium werden sollte, befand sich Octavias noch auf dem Rückflug in die Heimat, als Romulus in einer Nova verging, die nicht nur das Zentrum des Imperiums vernichtete, sondern auch Milliarden Romulaner das Leben kosten sollte.

Die Klingonen nutzten das entstehende Chaos für ihre Zwecke und begannen mit einer Invasion. Der Krieg von 2387 begann und zog binnen weniger Wochen beinah den ganzen Quadranten in den Abgrund. Das Imperium, ohnehin kaum in der Lage, sich zu verteidigen, zerbrach in zahlreiche Kleinreiche, die unter der Herrschaft des Militärs, des Tal'Shiars oder ziviler Autokraten standen, darunter auch Octavias.
Erst, als der Untergang und die Unterwerfung des Imperiums durch das Klingonische Reich kaum noch vermeidbar schienen, kamen die Teilreichsherrscher bei der Stabilisierungskonferenz zu Rho Tucanae zusammen und einigten sich auf die Wiedervereinigung unter einem neuen Praetor. Ihre Wahl fiel auf Octavias, der sich insbesondere durch seine Kooperation mit der Föderation hervorgetan hatte, um die schlimmsten Leiden von der romulanischen Bevölkerung mit Unterstützung durch die Sternenflotte lindern zu können.

Im Amt des Praetors (2388 - 2397)

Der Krieg fand schließlich ein Ende, als die Föderation und die Cardassianische Union auf Seiten der Romulaner in die Kämpfe eingriffen. Dennoch gelang es den Klingonen, Teile des Imperiums zu besetzen und gegen Rückeroberungsversuche zu verteidigen. Die bisher gültigen Mächteverhältnisse verschoben sich entscheidend mit Unterzeichnung der Waffenstillstandsverträge, so entstand die Triple Entente, ein Bündnissystem, das besonders auf die Initiative des neuen Praetors zurückzuführen war.

Das Imperium war vorläufig gerettet, doch noch immer zerrüttet von inneren Konflikten und traumatisiert vom Verlust Romulus’. Als neues Zentrum und als Ausgangsort für die Bewältigung der vor ihm liegenden Mammutaufgabe erwählte Octavias das Rho-Tucanae-System, wo auch der Vertrag von Rho Tucanae unterzeichnet worden war, Grundstein für die Triple Entente und damit bestimmend für die weitere Zukunft des Imperiums.

Während einer Senatssitzung im Jahr 2397, in der der Oppositionsführer Senator Tarrel zum wiederholten Male einen Abwahlantrag gegen Octavias stellte, kam es zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung, in deren Verlauf Octavias erschossen wurde. Tarrel wurde kurze Zeit später zum Praetor gewählt. [1]