Q'naH

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Q'naH, Sohn des Bar'Sagh ist ein Klingone und Kanzler des Hohen Rates im Klingonischen Reich.



Lebenslauf

Kindheit und Jugend (2347-2367)

Q'naH wurde im Jahr 2347 als zweiter Sohn von Bar'Sagh, dem Anführer eines mittelgroßen Hauses ohne Sitz im Hohen Rat geboren. Aus diesem Grund wurde er von Beginn an als Berater seines älteren Bruders Ivagh erzogen, welcher die dynastische Nachfolge seines Vaters übernehmen sollte.
Der Lehrmeister der Familie - GonraD - legte bereits früh großen Wert auf eine politische und philosophische Ausbildung des Jungen, die sich jedoch weiterhin an den klingonischen Primärtugenden orientierte. 2362 begann er, wie bereits sein Bruder und seine Vorfahren, die Ausbildung an der Imperialen Kriegerakademie und verbrachte in den Jahren 2365 und 2366 ein Austauschjahr an der Sternenflottenakademie in San Francisco, um auch aus erster Hand Kenntnisse über den mächtigsten Verbündeten des Reiches zu gewinnen, eine für Klingonen besonders zu dieser Zeit außergewöhnliche Maßnahme.

Frühe Dienstzeit (2368-2372)

Seine Ausbildung wurde im Jahr 2368 durch den Ausbruch des Klingonischen Bürgerkrieges vorzeitig beendet, in dem er als Junioroffizier auf Seiten Gowrons diente, dem das Haus Bar'Sagh von Anfang an die Treue geschworen hatte.
Dieser Schachzug zahlte sich nach Ende des Konfliktes aus, da Gowron seinem Vater als Dank für seine Loyalität zu einem Sitz im Hohen Rat verhalf. Sein Bruder Ivagh fiel jedoch kurz vor Ende des Krieges, sodass Q'naH einmal die Rolle als Nachfolger seines Vaters im Hohen Rat zukommen würde, eine für Q'naH zu Beginn scheinbar zu große Bürde.

Durchbruch (2372-2379)

Zum Zeitpunkt des Beginns des klingonisch-cardassianischen Krieges diente Q'naH lediglich als Erster Offizier auf einem der Schiffe seines Hauses. Besonders die Ausdehnung des Konfliktes auf die Föderation ließ ihn am Kurs des Reichs zweifeln, doch wollte er sein Haus durch ein Ausdrücken dieser Zweifel nicht noch weiter entehren.
Seine Loyalität und Angst vor größerer Schande veranlasste Q'naH schließlich dazu, den Captain seines Schiffes, der einen Angriff auf eine Föderationskolonie als schändlich ansah und deswegen einen Abbruch seiner Mission in Erwägung zog, zum Duell zu fordern und zu töten, obwohl er insgeheim die Meinung seines Vorgesetzten geteilt hatte. Ironischerweise ermöglichte ihm dieses Vorgehen, sich im Dominionkrieg einen Namen als fähiger und auch wortgewandter Anführer zu machen. Auch dies stellte sich als glückliche Wendung heraus, da sein Vater kurz vor Ende des Krieges in einer von Kanzler Gowron persönlich geführten, aber aufgrund dramatischer Fehleinschätzungen erfolglosen Operation umkam und Q'naH seine Nachfolge im Hohen Rat antrat. Die Umstände seines Todes erleichterten Q'naH auch das Akzeptieren des neuen Kanzlers Martok, welcher dem jungen Hausführer für die Zeit nach dem Ende des Krieges eine Beförderung zum Brigadier in Aussicht stellte.
Der Kanzler hielt sein Wort und nahm Q'naH auch aufgrund seines Wissens um die Föderation und der Tatsache, dass sein Haus ebenso wie das Haus Martok nicht zu den historisch großen Häusern des Reiches gehörte, schließlich in seinen engsten Beraterkreis auf.

Krise von 2379 bis Raghdorkrieg (2379-2384)

Während der Krise von 2379 führte Q'naH sein erstes, größeres militärisches Kommando an der romulanischen Front, wobei er im Gegensatz zu vielen anderen Kommandanten nicht in den Föderationsraum eindrang, die Neutralität des Verbündeten jedoch schwer verurteilte. Dennoch sprach auch er sich ebenso wie Kanzler Martok für ein Fortbestehen der Allianz aus, forderte diesen intern jedoch zu einer härteren Linie gegenüber der Föderation auf, um das Reich nicht in zwei Lager zu spalten.
In den folgenden Jahren beschäftigte sich Q'naH vor allem mit klingonischer Innenpolitik und stand im Hohen Rat loyal auf der Seite des Kanzlers, ohne dabei jedoch im Gespräch unter drei Augen auf Kritik zu verzichten, sofern er dies für angebracht hielt.
Als sich im Jahr 2384 eine schwere Staatskrise in der Cardassianischen Union anbahnte und der Abzug der Besatzungstruppen kurz bevor stand, entsandte ihn Martok daher in die Krisenregion, wo er jedoch erst in der Endphase des Raghdorkrieges eintraf. Sein das Schlachtenglück wendende Eingreifen in die entscheidende Schlacht von Veritar IV anstatt Operation Tiebreak, ließ ihn im Reich zum Helden werden, während die Föderation den Ruhm für die an dieser entscheidenden Schlacht beteiligten Sternenflotteneinheiten beanspruchte.
Nichtsdestotrotz verhalf Q'naH der Raghdorkrieg endgültig zum Durchbruch und brachte ihm die Beförderung zum Stabschef Kanzler Martoks ein.

Q'naH als Stabschef und Aufstieg zum Kanzler(2384-2387)

Auch in seiner neuen Position blieb Q'naH dem Kanzler zunächst treu, selbst als dieser mit Bo'loth einen Freund aus Tagen des Dominionkriegs tötete; ([1]). Dennoch gelang es Kanzler Martok nicht, die innenpolitische Lage im Reich zu stabilisieren und wurde im Hohen Rat mehrfach zu Duellen herausgefordert, die er allesamt für sich entscheiden konnte. Als der politisch stark geschwächte Kanzler schließlich einen Einsatz der Reichsstreitkräfte gegen die sich befehdenden Häuser ankündigte, sah General Q'naH seinerseits den Zeitpunkt für eine Intervention gekommen und tötete Martok in einem darauffolgenden Duell. Im direkten Anschluss daran wurde Q'naH entsprechend den Gebräuchen der Klingonen zum neuen Kanzler des Klingonischen Reiches akklamiert und erhielt aus den Händen des Oppositionsführers TIq'raD in seiner Funktion als Ratsältester den Kanzlermantel.

Kanzlerschaft

Q’naHs Kanzlerschaft ist gezeichnet vom Versuch die internen Konflikte des Reiches durch eine politische Neuausrichtung zu lösen. Die erfolgreiche Außenpolitik diente ihm hierbei als Legitimation für eine zunehmende Zentralisierung der Macht auf seiner Person. Dabei spricht Q’naH jedoch auch erfolgreich den Geist zahlreicher Krieger an, die sich eine „Rückkehr zu alten Tugenden“ wünschten. Die über die Grenzen des Reiches hinaus bekannteste Konsequenz seines Handelns ist hierbei der Bruch mit der Föderation, die mit einer kurzen Unterbrechung für Jahrzehnte der engste Verbündete des Reiches war. Stattdessen war Q’naH zum Beginn seiner Kanzlerschaft maßgeblich an der Etablierung eines bipolaren Mächteverhältnisses beteiligt, welches den Klingonenpakt auf der einen und die Triple Entente auf der anderen Seite sieht. Als erste Maßnahmen, um die noch immer akuten, innenpolitische Spannung abzubauen, ernannte Kanzler Q'naH die Führer der verfeinden Seiten zu Mitgliedern seines Regierungskabinetts in beratender Funktion. Desweiteren kündigte er zahlreiche Rüstungsprojekte an, darunter den Bau eines neuen Hauptquartiers für die klingonischen Reichstreitkräfte; ([2]). Sein Plan ging auf und für eine Weile blieb es ruhig im Reich.

Beginn der Kanzlerschaft (2387)

Als zu Sternzeit 64168 Romulus unterging, kündigte Q'naH zunächst an, die Notlage des alten Todfeindes nicht ausnutzen zu wollen; ([3]); und leitete stattdessen Hilfsmaßnahmen ein, die von den Romulanern jedoch vehement abgelehnt wurden. Einzig der Provinzverwalter Sptmyws dynt' gestattete den klingonischen Kräften den Einflug. Der Kanzler nutzte die Gelegenheit zu einem Überfall auf Romulanische Sternenimperium, welche schließlich im sogenannten Geierkrieg kulminierte. Als offizielle Begründung für den Angriff ließ Q'naH verlauten, dass dieser vor allem dem Schutz der klingonischen Hilfsflotte diene, welche von romulanischen Verbänden angegriffen worden sei. Ein fehlgeschlagener Anschlag des Tal Shiar auf Kanzler Q'naH in der Festung woQ'a' diente ihm letztlich zur Legitimation einer großangelegten Invasion des Romulanischen Sternenimperiums, bei der er persönlich das Oberkommando übernahm. Die internen Konflikte, welche das Reich kurz zuvor an den Rande eines Bürgerkrieges gebracht hatten, traten im Zuge der Kriegsbegeisterung in den Hintergrund. Unter Q'naHs Oberbefehl eilten die Klingonischen Streitkräfte von Sieg zu Sieg gegen die desorganisierten romulanischen Verbände, welche im Gegenteil zu ihren klingonischen Gegnern durch Auseinandersetzungen um den Oberbefehl und die Verteilung von Ressourcen zusätzlich geschwächt wurden. Stellvertretend für den militärischen Erfolg der Klingonen steht die Schlacht um Ticinus I. Die Föderation verurteilte die Invasion scharf und dehnte ihre humanitäre Hilfe auch auf das Kriegsgebiet aus, was wiederum bei den Klingonen Unmut hervorrief. Nach großen Gebietsgewinnen der Klingonen gelang es dem romulanischen Senator Octavias schließlich die Front zu stabilisieren. Die Stabilisierungskonferenz von Rho Tucanae sollte unter Beteiligung der Föderation die Lage im Romulanischen Sternenimperium klären. Q'naH beschloss diese Konferenz anzugreifen, um die sich gerade herausbildende neue romulanische Führung auf einen Schlag auszuschalten. Die Sternenflotteneinheiten vor Ort griffen auf Seiten der Romulaner in das Gefecht ein, was wenige Stunden später zum Kriegseintritt der Föderation gegen das Klingonische Reich führte. Als das Kräfteverhältnis sich zu Ungunsten des Klingonischen Reiches zu verschieben begann, schloss Kanzler Q'naH ein Bündnis mit Yntak'Bu, dem Diktator der Tholianischen Versammlung. Diese unterstüzte die Klingonischen Streitkräfte bei ihrem Angriff auf Sternenbasis 492, welcher allerdings erfolgreich abgewehrt werden konnte.

Konsolidierung (2387-2389)

Da der Kanzler ebenso wie seine Gegner keine Eskalation des Krieges wünschten, stimmte er dem von Praetor Octavias vorgeschlagenem Waffenstillstand zu und konsolidierte fortan seine Machtbasis. Dabei vergab er die Planeten der Besatzungszone als Lehen an loyale kleinere Häuser, um diese so langfristig an sich zu binden.

Weitere Herrschaft (2389-2399

Im Laufe der 2390er entpuppte die Tholianische Versammlung sich als Unruhefaktor für den Klingonenpakt, indem sie mehrere Kriege gegen die Föderation und den Eden-Dreibund führten. Diese sind mittlerweile als Tholianische Annexionskriege bekannt. Da sie aus einer Aggression der Tholianer resultierten konnten die Klingonen im Verlauf dieser Kriege neutral bleiben und sich auf die interne Machtsicherung konzentrieren. Nachdem die Tholianer den 2. Annexionskrieg zu verlieren drohten nutzte Q'naH die Gelegenheit sich des unverlässlichen Bündnispartners zu entledigen und intervenierte, um bei den Tholianern eine Marionettenregierung zu installieren. So lud er eine Delegation der Föderation nach Qo'noS ein, welche über eine Beilegung der Kampfhandlungen verhandeln sollte. Für die abschließenden Verhandlungen entsandte er seinen Sohn Bar'Sagh nach Adan.

Auf dem Weg zu einem neuen Frieden?

Mit Wohlwollen nahm der Kanzler die internen Konflikte innerhalb des Romulanischen Sternenimperiums wahr. So schien sich mit der Ermordung Praetor Octavias und dem anschließenden Staatsstreit das Bild der Klingonen vom hinterhältigen Romulaner abermals zu bestätigen. Die Verunglimpfung der Föderation durch die neue romulanische Führung sieht Q'naH als Chance für eine erneute Annäherung an den ehemaligen Verbündeten an.

Charakter

Q'naH hat die Seele eines klingonischen Kriegers, überdenkt entgegen des Stereotyps jedoch seine Optionen, bevor er handelt. Er sieht sich einzig und allein der Ehre verpflichtet, die sich in seinem Dienst für das Reich auswirkt. So sieht er auch durchaus kritisch zu bewertende Taten als ehrenhaft an, sofern sie einzig und allein der Mehrung des Ruhms des Reiches dienen. In Interessenskonflikten zwischen seinem eigenen Haus und dem Haus hat das Reich für ihn Priorität. So brachte er seinem Sohn Bar'Sagh frühzeitig bei, dass er zwar ein potentieller Nachfolger als Kanzler sei, sich dies jedoch verdienen müsse und sich keineswegs der uneingeschränkten Unterstützung seines Vaters sicher sein könne. Häuser seien vergänglich, doch das Reich müsse ewig bestehen. Für die Mehrung des Ruhms des Reiches geht er mitunter große Risiken ein und scheut nicht vor weitreichenden Entscheidungen, wie der Auflösung der Allianz mit der Föderation, was er jedoch persönlich sehr bedauert. Q'naH gilt innerhalb und außerhalb des Reiches als äußerst gebildet und kann sich geschickt auf dem diplomatischen Parkett bewegen, da er durchaus zwischen klingonischen und nicht-klingonischen Traditionen und Praktikten unterscheiden kann und sich der jeweiligen Situation anpassen kann.

Wahrnehmung im Klingonischen Reich

Durch die Tötung seines Vorgängers gelang es Q’naH schnell sich von diesem zu emanzipieren, obwohl er besonders unter seinen Gegnern lange Zeit als Protegé Kanzler Martoks galt. Problematisch war hierbei, dass Q’naH sich gegenüber konkurrierenden Häusern lediglich auf eine geringe Hausmacht stützen konnte. Ebenso trugen seine innenpolitischen Maßnahmen bei, die sich als eine Art Regierung der Nationalen Einheit bezeichnen lässt, deren Hauptaugenmerk auf der Militärpolitik liegt. Dieser intensiven Militärpolitik kamen zugleich mehrere Funktionen zu:

  1. Durch große Investitionen im Rüstungsbereich gelang eine Stärkung der schwächelnden Wirtschaft des Reiches.
  2. Die Stärkung der Reichsstreitkräfte reduzierte die Bedeutung der Hausstreitkräfte für die klingonische Kriegführung und stärkte somit die Position des Kanzlers, der sich nur aus eine vergleichsweise geringe Hausmacht stützen konnte.
  3. Die Besetzung der zahlreichen neugeschaffenen Posten im reformierten Oberkommando der Reichsstreitkräfte befriedigte die Wünsche zahlreicher Häuser nach bedeutenden Ämtern.
  4. Kulturpolitisch konnte diese Militärpolitik als Rückbesinnung auf Klingonische Tugenden dargestellt werden, welches dem Kanzler große Zustimmung in der gesamten Bevölkerung einbrachte.

Der Angriff auf den romulanischen Erbfeind wurde von den Klingonen entsprechend bejubelt und als Wiedergeburt des mächtigen Klingonischen Reiches gefeiert. Nur wenige Klingonen störten sich dabei, dass dies auf Kosten der bisher guten Beziehungen zur Föderation geschah, welche in der Vergangenheit zunehmend als kulturimperialistisch und herrisch wahrgenommen wurde. Die zahlreichen Siege und Gebietsgewinne im Geierkrieg sorgten für eine Sicherung von Q’naHs Macht und einem enormen Anstieg seines Ansehens innerhalb des Reiches. Durch diese hatte er sich endgültig vom nach Meinung einer Mehrheit der Klingonen allzu föderationsnahen Kanzler Martok emanzipiert. Auch die Niederlage bei der Schlacht um Sternenbasis 492 konnte Q’naHs Ruf nicht schmälern. Seine Entscheidung die Kampfhandlungen zu beenden und die Gebietsgewinne zu festigen traf innerhalb des Hohen Rates und des Reiches auf keinen Widerstand. Die Popularität des Kanzlers ist weiterhin ungebrochen, sind die Auswirkungen des siegreichen Krieges doch mittlerweile im gesamten Reich spürbar. Auch seine Gegner aus den etablierten Häusern konnten mit dem Gewinn weiterer Besitzungen in der Klingonischen Besatzungszone weitgehend zufriedengestellt werden. Auch sein Kulturprogramm zur Erneuerung der klingonischen Werte stößt auf große Zustimmung. Besonderen Ausdruck fand das Kulturprogramm in der Eröffnung des neuen qlob-Theaters der Imperial Shakespeare Company Durch diese Maßnahme gelang es Q’naH die gesamte klingonische Gesellschaft hinter sich zu vereinen und band durch seine intellektuellen Beiträge auch die geistige Elite des Reiches ein. Dabei tut sich der äußerst gut gebildete Kanzler persönlich durch Beiträge zur Frage des Wesens der Ehre hervor. Zusammenfassend lässt sich die außergewöhnliche Popularität durch folgende Punkte begründen:

  1. Der reale Machtzuwachs des Reiches sorgt für einen neuen Wohlstand im Reich.
  2. Q’naH beendete die von vielen Klingonen zunehmend als unterwürfig betrachtete enge Kooperation mit der Föderation, als deren Produkt sein Amtsvorgänger Martok angesehen wurde.
  3. Durch diese außenpolitische Loslösung des Reiches von der Föderation sowie seine weitreichenden innen- und kulturpolitischen Maßnahmen gelang es Q’naH eine gesellschaftliche Einheit herzustellen, wie sie das Reich seit über hundert Jahren nicht mehr erlebt hatte.