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Dieser Artikel dient der Sammlung von Begriffen und Sachverhalten, zu deren Aufführung und Erklärung kein eigener, ausführlicher Artikel erstellt werden soll. Die Sortierung erfolgt alphabetisch.


Föderales College für Chirurgen

Das Föderale College für Chirurgen (engl. Federal College of Surgeons, FCS) ist eine unabhängige, nicht-staatliche Organisation zur Sicherstellung der Ausbildungsqualität von Chirurgen. Dies schließt nicht nur die eigentliche Facharztausbildung mit ein, sondern unter anderem auch eigene Weiterbildungen, Ärztekongresse und Programme zur Qualitätsförderung der Patientenversorgung. Mitglied des FCS zu sein ist das höchste Qualitätssiegel für Chirurgen in der Föderation und wird durch den post-nominalen Namenszusatz FFCS gekennzeichnet.

Der Namenszusatz FFCS (Fellow, Federal College of Surgeons) hinter dem Namen eines Chirurgen bedeutet somit, dass seine Ausbildung und beruflichen Qualifikationen, chirurgischen Kompetenzen und ethischen Handlungsweisen genauestens bewertet wurden und mit den hohen Standards des Colleges übereinstimmen. Um Mitglied des FCS zu werden, muss der Chirurg Mitglied der FBS sein, nach Ausbildungsende mindestens 3 Jahre berufliche Erfahrung in einem chirurgischen Fachgebiet haben, sowie zusätzliche Leistungen in den Bereichen Bildung, Forschung und Administration bewiesen haben.


Föderales College für Notfallmediziner

Das Föderale College für Notfallmediziner (engl. Federal College of Emergency Physicians, FCEP) ist eine unabhängige, nicht-staatliche Organisation zur Sicherstellung der Ausbildungsqualität von Notfallmedizinern. Dies schließt nicht nur die eigentliche Facharztausbildung mit ein, sondern unter anderem auch eigene Weiterbildungen, Ärztekongresse und Programme zur Qualitätsförderung der Patientenversorgung. Mitglied des FCEP zu sein ist das höchste Qualitätssiegel für Notfallmediziner in der Föderation und wird durch den post-nominalen Namenszusatz FFCEP gekennzeichnet.

Der Namenszusatz FFCEP (Fellow, Federal College of Emergency Physicians) hinter dem Namen eines Notfallmediziners bedeutet somit, dass seine Ausbildung und beruflichen Qualifikationen, notfallmedizinischen Kompetenzen und ethischen Handlungsweisen genauestens bewertet wurden und mit den hohen Standards des Colleges übereinstimmen. Um Mitglied des FCEP zu werden, muss der Arzt Mitglied des FBEM sein, nach Ausbildungsende mindestens 3 Jahre berufliche Erfahrung in der Notfallmedizin haben, sowie zusätzliche Leistungen in den Bereichen Bildung, Forschung und Administration bewiesen haben.


Klinischer Professor

Der Klinische Professor (engl. Clinical Professor) ist ein akademisches Amt an Hochschulen der Föderation, dessen Inhaber sich primär für die praktische Ausbildung von Studenten und weiterem Personal seines jeweiligen Fachgebiets verantwortlich zeichnet. Dabei handelt es sich um keine volle Professur, da der Inhaber für gewöhnlich weder an der theoretischen Lehre, noch der Hochschulforschung beteiligt ist, sondern sich auf die Vermittlung praktischer Fertigkeiten konzentriert. Zudem wird für eine solche Position - wie auch bei der Forschungsprofessur - zumeist kein Tenure-Track angeboten. Von dem Inhaber einer klinischen Professur wird aufgrund seines Aufgabenfeldes erwartet, dass er beträchtliche praktische Erfahrung in seinem jeweiligen Fachgebiet mitbringt (was hier im Gegensatz zu den meisten anderen Professuren als ebenso wichtig empfunden wird, wie die akademischen Referenzen). Der Inhaber einer klinischen Professur ist ebenso wie der einer jeden anderen Professur mit dem Titel des Professors anzusprechen.

Der Klinische Professor in der Medizin
Besonders verbreitet ist das Amt des klinischen Professors an größeren medizinischen Hochschulen, da die praktische Ausbildung von Medizinstudenten und Assistenzärzten ebenso zeitaufwändig wie bedeutsam ist, allerdings nicht von Vorlesungen begleitet wird. Im klinischen Umfeld zeichnet sich ein Klinischer Professor für Medizin somit für die praktische Ausbildung von Medizinstudenten (s. Klinik) und Assistenzärzten (s. Facharztausbildung) verantwortlich, je nach Größe der Hochschule zumeist beschränkt auf das eigene Fachgebiet (z.B. Chirurgie). Aus diesem Grund handelt es sich bei der entsprechenden Person meist um den Chefarzt der jeweiligen Abteilung.
Da zudem die klinische Forschung stets Teil der medizinischen Praxis eines universitären Lehrkrankenhauses ist, sind Klinische Professoren für Medizin neben ihrem Lehrauftrag zumeist auch für die klinische Forschung ihrer jeweiligen Abteilung verantwortlich und müssen für eine solche Position entsprechende Referenzen vorweisen können.

Rettungsdienstarzt

Als Rettungsdienstarzt (engl. EMS Physician) oder Notarzt wird ein entsprechend qualifizierter Arzt bezeichnet, der nebenberuflich im Rettungsdienst (engl. Emergency Medical Service, EMS) tätig ist. Um als Rettungsdienstarzt aktiv zu werden muss man entweder eine Facharztausbildung in Notfallmedizin oder eine Weiterbildung in Rettungsmedizin absolviert haben.

Rettungsdienstärzte werden ergänzend zu Rettungssanitätern (Emergency Medical Technician, EMT) und Paramedics eingesetzt, wenn lebensbedrohliche Notfälle vorliegen, wobei es jedoch starke regionale Unterschiede gibt. Dazu gehören insbesondere Katastrophenfälle, schwere Kindernotfälle und Patienten, bei denen ein schneller Abtransport ins Krankenhaus aufgrund unvorhersehbarer Komplikationen unmöglich ist. Die Alarmierung erfolgt entweder direkt bei Eingang des Notrufs oder auf Anforderung eines Paramedics durch die Notrufzentrale.

Nicht zu verwechseln ist der Notarzt mit dem Facharzt für Notfallmedizin, der als speziell ausgebildeter Facharzt in interdisziplinären Notaufnahmen tätig ist. Lediglich dieser Facharzt wird als Notfallmediziner bezeichnet, während der Notarzt selbst als Rettungsdienstmediziner gilt.

Ärztlicher Leiter im Rettungsdienst

Der Ärztliche Leiter im Rettungsdienst (engl. EMS Medical Director) zeichnet sich für die Überwachung und Optimierung der medizinischen Tätigkeit eines Rettungsdienstes verantwortlich, die von dessen Rettungssanitätern, Paramedics und Rettungsdienstärzten außerhalb von Krankenhäusern ausgeübt wird. Sein Ziel ist sicherzustellen, dass die Patientenversorgung durch das Rettungsdienstpersonal angemessen ist und den vorgeschriebenen Standards entspricht. Dabei muss es sich laut gesetzlicher Vorgabe um einen Notfallmediziner handeln, wobei nicht vorgeschrieben ist, dass ein Rettungsdienst über einen ärztlichen Leiter verfügen muss. Entsprechend handelt es sich hierbei um keinen Vollzeitjob, sondern in den meisten Fällen nur um eine ehrenamtliche Stelle.