Samune

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Die Samunen sind eine humanoide Spezies, die einst den Planeten Samun bevölkerten, der als einer von vier Trabanten eine Sonne umkreist, die sich nahe des Procyon-Systems befindet. Die Samunen wurden vor etwa 500 Jahren durch die Andorianer während der Niederschlagung eines Aufstandes gegen die Besatzungsmacht vollkommen ausgerottet.

Anatomie

  • Lebensform: Humanoid
  • Lebenserwartung: ca. 65 Jahre
  • Geschlechter: Zwei - männlich und weiblich. Die weiblichen Vertreter der Samunen sind für gewöhnlich deutlich größer und graziler gebaut als ihre männlichen Artgenossen.
  • Äußerlich: Weibliche Samunen können eine Größe von bis zu drei Metern erreichen, wohingegen Männer bis maximal zwei Meter groß werden. Ihr gesamter Körperbau ist äußerst schmal, selbst der Brustkorb erreicht kaum mehr als einen Durchmesser von 20 cm. Die Hautfarbe schwankt zwischen einem hellen Weiß und einem zarten Rosa. Im Kontrast dazu steht das dunkelrote Blut, dass sich an vielen Stellen geädert unter der dünnen Haut präsentiert und den Samunen ein eher schwächliches, auf Menschen fast krank wirkendes Äußeres verleiht. Sie besitzen lange Gließmaßen, die in vergleichsweise kleinen Händen und Füßen enden, je mit sieben Fingern und einem Daumen oder vier Zehen ausgestattet. Ein besonderes Merkmal sind die großen Augen, die gut 30% des Gesichts einnehmen und den Samunen eine außergewöhnliche Sehschärfe verleihen. Zum Schutz dieser besitzen sie drei paar Augenlider, zwei davon Membranen, welche sie nur im Fall einer Gefahr schützend um ihre Augen legen, ohne, dass ihre Sehkraft völlig verloren geht.
  • Innerer Körperaufbau: Die Organstruktur unterscheidet sich erheblich von der menschlichen Physiologie, so ist die Anzahl der Organe geringer, da einzelne Teile mehrere Aufgaben zur gleichen Zeit übernehmen. Aufgrund der dünnen Körper verteilen sich die Organe auch auf Arme und Beine, sodass der Verlust eines dieser Extremitäten durchaus zum sofortigen Tod führen kann.
  • Blut: Dunkelrot, bisweilen sehr dünnflüssig.
  • Körperliche Stärken: Geringe Muskelkapazität. Aufgrund ihrer langen Gliedmaßen können Samunen jedoch - auch wenn sie sonst in ihren Bewegungen eher langsam und bedächtig wirken - eine hohe Geschwindigkeit beim Laufen erreichen. Auch besitzen sie einen stark ausgeprägten Gleichgewichtssinn, der ihnen die Balance sogar auf nur einem ihrer Zehn über Stunden problemlos ermöglicht.
  • Körperliche Schwächen: Die Anfälligkeit für Krankheiten ist gering, jedoch ist stumpfe Gewalteinwirkung jeder Art für den Körper eines Samunen gefährlich, da der schmale Knochenbau und die überall verteilten Organe eine große Angriffsfläche ohne Schutz- oder Knautschzone bieten.
  • Gehör: Da sich Samunen zu einem großen Teil auf ihre Sehschärfe verlassen, ist das Gehör nur rudimentär ausgebildet.
  • Augen: Als zentrales Wahrnehmungsorgan ermöglichen die Augen den Samunen ein ausgesprägtes räumliches Sehvermögen auch in Spektren, die dem Menschen verborgen bleiben. Jedoch benötigen sie stets Licht, denn ohne eine solche Quelle versagt ihr Sehvermögen bisweilen völlig.
  • Geschmackssinn: 'unbekannt'
  • Fortpflanzung: Samunen gelten als ausgesprochene Romantiker. Der Fortpflanzungsakt wird begleitet von einer Reihe instinktiver Balzhandlungen, welche beim Weibchen erst durch gestufte Hormonausschüttung die Empfängnis möglich macht.

Gesellschaft und Kultur

Gesellschaftssystem

Die Samunen waren in einer Basisdemokratie organisiert, da im öffentlichen Leben die Politik eine gewichtige Rolle spielte. Besonders zu erkennen ist dies an der Struktur der Ruinenstädte auf Samun, wo das Zentrum einer jeden Siedlung ein offener Platz ist, der als Diskussionsforum diente. Jeder Samune war angehalten, sich an der Entscheidungsfindung in einem der zahllosen Räte zu beteiligen. Aufgrund des ständigen, öffentlichen Diskurs über gesellschaftliche und soziale Thematiken und der Lösungsfindung in Verträgen war ein Militär auf Samun qasi nicht vorhanden. Lediglich eine Polizeieinheit sorgte für die öffentliche Ordnung. Die Familie spielte im Leben eines Samunen eine wichtige, wenn auch nicht die zentrale Rolle. Wichtigster Bestandteil der Familie war hierbei der Lebenspartner, dem die Samunen schon aufgrund des sehr zeitintensiven Sexuallebens große Aufmerksamkeit zukommen ließen. Die Kindererziehung indes war i.d.R. eine Gemeinschaftsaufgabe, sodass der Nachwuchs bereits in jungen Jahren die Selbstständigkeit und damit politische Mündigkeit erreichte.

Technik

Zum Zeitpunkt der Eroberung und Besetzung des Planeten durch das sich ausbreitende Andorianische Imperium waren die Samunen eine Prä-Warp-Kultur, in welcher der Verbrennungsmotor für fossile Stoffe noch eine Stütze der Gesellschaft war, auch wenn erste, größere Solaranlagen sich im Bau befanden.

Bekannte Geschichte

Die Geschichte der Samunen liegt beinahe völlig im Dunkeln. Definitiv bekannt ist lediglich der Zeitpunkt, da ihre Gesellschaft aufhörte zu existieren, nämlich nach terranischer Zeitrechnung am 08. Mai 1863, als der andorianische Großadmiral Princeps Rhofistan Xukathal'yre'Rakos die Bombardierung Samuns mit chemischen Kampfstoffen befahl, nachdem die Bevölkerung nach Eroberung und mehrmonatiger Besatzung einen Aufstand wagte, in dessen Verlauf eine halbe Division andorianischer Bodentruppen ihr Leben verlor. Die Bombardierung wurde so lange fortgesetzt, bis auf Samun jegliches Leben, einschließlich der Vegetation, vernichtet war.

Die Föderation unterhält auf Samun eine archäologische Forschungsstation, welche sich der Erforschung der einstmaligen Kultur der Samunen widmet. Neben Aufzeichnungen über die Anatomie und das Gesellschaftssystem haben die einstigen Besatzer beinahe nichts übrig gelassen. Auch die Kunst, die hieroglyphenähnlichen Schriftzeichen der Samunen zu lesen, ist verloren gegangen. Ein besonderes Geheimnis sind die zahlreichen Tunnel und unterirdischen Gewölbe, welche unter und nahe den Städten zu finden sind. Ihr Zweck ist bis heute unbekannt, womöglich handelt es sich um religiöse Kultstätten.

Aktuelle Ereignisse

Am 22.02.2386 erschütterte eine Explosion Sternenbasis 3. Wie sich herausstellte, war ein kleines, getarntes Schiff auf Kollisionskurs gegangen und hatte die Station gerammt. Eine Analyse der Trümmer wies den Piloten des Selbstmordattentats als Samunen aus. Ziel war der andorianische Würdenträger Princeps Tyriden Xukathal'yre'Rakos, ein direkter Nachkomme des Großadmirals, der für den Genozid auf Samun verantwortlich war. Er entging dem Attentat, da sein Schiff Verspätung hatte.