Schwarzer Moa

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Ein schwarzer Moa, hier ein adulter Hahn, mit Beute.
Der schwarze Moa ist ein auf dem Planeten Istan vorkommender, karnivor lebender Laufvogel.

Sein natürliches Verbreitungsgebiet umfasst den gesamten Planeten mit Ausnahme der Pole und der großen Schwefelwüsten. Küken und Halbwüchsige werden gelegentlich Opfer von anderen Raubtieren oder Artgenossen. Adulte Exemplare haben keine natürlichen Feinde mit Ausnahme der intelligenten Humanoiden.

Wortherkunft

Der Name des schwarzen Moas in der Sprache der Istani begründet sich aus der Wechselbeziehung der beiden Spezies in der Vergangenheit und erlaubt keine wörtliche Übersetzung in den Föderationsstandard. Sinngemäß lässt sich die Bezeichnung als „Der, welcher das Augenlicht raubt“ übersetzen.

Im Föderationsstandard wird der Vogel als schwarzer Moa bezeichnet. Die Bezeichnung 'schwarz' weist dabei gleichermaßen auf die grundlegende Färbung des Gefieders, als auch auf die Aggressivität adulter Tiere hin. Die Bezeichnung Moa geht auf den Moa zurück, ein auf der Erde ausgestorbener, flugunfähiger Laufvogel, der große Ähnlichkeit mit der auf Istan vorkommenden Art aufwies.

Merkmale

Der schwarze Moa ist das größte auf Istan vorkommende Raubtier und nimmt auf dem Planeten die Rolle des Topräubers ein.

Ausgewachsene Hähne erreichen eine Schulterhöhe von bis zu 4 Metern. Hennen bleiben deutlich kleiner und überschreiten in der Regel eine Schulterhöhe von 2,5 – 3 Metern nicht. Das Gewicht erwachsener Hähne kann bis zu 250 Kilo betragen. Die größten Exemplare leben in freier Wildbahn in der Nähe des Äquators, die kleinsten in den nördlichen gemäßigten Zonen.

Der schwarze Moa besitzt ein Federkleid aus langen Deckfedern ohne Daunen. Grundfarbe des Federkleides ist ein tiefes Schwarz, das sich zur Bauchunterseite hin bis zu einem hellen Grau aufhellt. Gelegentlich ist ein Leuzismus zu beobachten, darunter versteht man das Auftreten von Exemplaren mit weißem Federkleid. Sie sind jedoch keine Albinos, die weiße Farbe wird über ein rezessives Gen vererbt. Das Gesicht ist frei von Federn und von einer braunen, lederartigen Haut bedeckt. Der Moa ist im Stande, durch Bewegung seiner Federn gegeneinander die Luft zwischen ihnen schwach zu ionisieren. Der Zweck dieser Fähigkeit, deren Effekt elektronisch deutlich messbar ist, ist unklar. Die Flügel sind sehr kurz und dienen während des schnellen Laufens mit flatternden Bewegungen zum Halten der Balance. Schwarze Moas sind flugunfähig.

Der Hals ist lang und trägt einen verhältnismäßig großen Kopf, der mit einem großen, stark gekrümmten Hornschnabel bewährt ist. Die Augen sind rubinrot mit schwarzer Pupille und enthalten eine ungewöhnlich hohe Zahl an Stäbchen. Zudem sitzt unmittelbar unter der Netzhaut eine reflektierende Zellschicht, die einfallendes Licht erneut auf die Netzhaut wirft und eine exzellente Nachtsicht ermöglicht. Allerdings sind die Augen seitlich am Kopf verortet und ermöglichen daher nur ein schlechtes räumliches Sehvermögen.

Die Beine sind lang und stark bemuskelt, die Füße enden in vier vorwärts und einem rückwärts gerichteten Zeh, die mit mäßig gekrümmten, scharfen Krallen versehen sind. Moas besitzen je eine große sichelförmige Kralle an der zweiten Zehe, die beim Laufen hochgeklappt wird, um sie scharf zu halten. Erwachsene Hähne können mit einem einzelnen Tritt Beutetiere von der Größe einer Gazelle töten.

Ähnlich den Urkiefervögeln auf der Erde besitzen schwarze Moas einen aus Flügelbein, Gaumenbein und Pflugscharbein bestehenden Gaumen, der sie von allen anderen auf Istan vorkommenden Vögeln unterscheidet. Ihr Repertoir an Lautäußerungen ist sehr weit gefächert und reicht von gurrenden Lauten bis zu weithin hörbarem, lautem Geschrei. Ein Großteil des Skelettes besteht aus luftgefüllten Röhrenknochen.
Knochenfunde beweisen, das es sich bei dem schwarzen Moa um eine sehr alte Spezies handelt, die sich in den letzten 300 Millionen Jahren nicht mehr nennenswert verändert hat.

Schwarze Moas sind recht robust gegen Umwelteinflüsse und Verletzung und profitieren wie alle Lebensformen auf Istan von der Gegenward der Junundu. Als eine Besonderheit ist festzuhalten, dass schwarze Moas gegen den Beschuss mit Strahlenwaffen wie Lasern, Phasern oder PQ17 Waffen hoch resistent, fast immun sind. Der Grund hierfür ist unbekannt. Es handelt sich offenbar um keinen Anpassungseffekt, da die Moas diese Fähigkeit bereits bei dem ersten Zusammentreffen mit diesen Waffentypen zeigten. Es ist möglich, dass es sich um eine zufällige Mutation handelt, um die Verwendung körperlicher Fähigkeiten, die ursprünglich zu anderen Zwecken ausgebildet wurden oder ein Effekt der Anwesenheit der Junundu.

Lebensweise und Verbreitung

Sozialverhalten

Adulte schwarze Moas sind innerartlich sehr aggressiv. Insbesondere ausgewachsene Hähne greifen jeden anderen Moa auf Sicht an, wobei es zu schweren Beschädigungskämpfen kommt. Obwohl Moas keine Reviere ausbilden, sondern ausgedehnte Wanderungen unternehmen, dulden sie keine Artgenossen in ihrer Nähe. Nur zur Paarungszeit und während der Aufzucht der Jungen werden Partner des anderen Geschlechtes geduldet.

Gegenüber anderen Arten, die zu groß sind, um als Nahrung betrachtet zu werden, verhalten sich Moas scheu, greifen jedoch jedes Lebewesen an und versuchen es zu töten, wenn es ihnen zu nahe kommt.

Fortpflanzung

Mit Beginn des Sommers beginnt die Paarungszeit des Moas. Die Hähne werben aggressiv um die Hennen und liefern sich wilde Beschädigungskämpfe. Der Sieger sucht mit der Henne einen geeigneten Nistplatz auf, wo beide Tiere gemeinsam ein Nest in den Boden graben und mit Polstermaterial auspolstern, in welches die Henne nach der Paarung 3 – 5 Eier legt. Das Gelege wird von beiden Eltern bebrütet und bewacht. Die Küken schlüpfen nach ca. 14 Tagen und kommen mit voll entwickeltem Federkleid und geöffneten Augen zur Welt. Das Jugendkleid weicht vom adulten Federkleid durch seine durchgängig schwarze Färbung ab. Die Küken werden von beiden Elternteilen etwa 14 Tage lang bewacht und gefüttert, bevor erst der Hahn und einige Tage später auch die Henne das Nest verlassen.

Die Küken lassen zunächst die innerartliche Aggressivität vermissen und bilden häufig Schwärme von Halbwüchsigen. Mit ungefähr einem Jahr werden die schnell wachsenden Tiere geschlechtsreif und die innerartlichen Aggressionen stellen sich ein. Mit ungefähr drei Jahren sind die Tiere voll ausgewachsen.

Ernährung

Schwarze Moas sind ausdauernde Läufer und Jäger, die Beutetiere zu Tode hetzen und durch Fußtritte erlegen. Moas fressen jede Beute, die sie erlegen können. Es wurden bereits ausgewachsene Hähne beobachtet, die Tiere von der Größe eines irdischen Bisons niederkämpften und töteten.

Trotz ihrer Größe, Körperkraft und Ausdauer schätzt man, dass nur jeder vierte Angriff zu einem Jagderfolg führt, da Moas über keine hohe Anfangsbeschleunigung verfügen und viele potenzielle Beutetiere über höhere Endgeschwindigkeit und Beweglichkeit verfügen. Da ein erwachsener schwarzer Moa jeden Tag sein eigenes Gewicht an Nahrung aufnehmen muss, sind die Moas quasi ununterbrochen mit der Jagd beschäftigt.

Bedeutung

Kulturelle Bedeutung und Zusammenleben

Zu der Zeit, da die Istani in das Stadium einer frühen Zivilisation traten, war der Moa bereits evolutionär voll entwickelt und fast über den gesamten Planeten verbreitet. So haben die schwarzen Moas die gesamte evolutionäre und gesellschaftliche Entwicklung der Istani begleitet, wobei es immer wieder zu Zusammenstößen der beiden Arten kam.

In der Kultur der Istani hat der schwarze Moa daher die Rolle eines Symbols des Bösen eingenommen, ähnlich dem „bösen Wolf“ im irdischen Märchen. Er gilt als Symbol für Aggressivität, Boshaftigkeit, Tod und Krieg. Der istanische Kriegsgott Balthasar und der Gott des Todes, Grenth, werden gelegentlich in Begleitung von schwarzen Moas dargestellt. Der istanische Begriff für Krieg lässt sich sinngemäß übersetzen als „Der Flug des schwarzen Moas“

Mit fortschreitender, technischer Entwicklung der Istani wurde der schwarze Moa auf dem gesamten Planeten stark bejagt und fast ausgerottet. Nachdem sich in der istanischen Gesellschaft ein grundlegender Wandel in der Einstellung zu ihrem Heimatplaneten vollzog, wurden die Moas in einem Schutzgebiet auf der Südhälfte des Planeten angesiedelt, welches fast 12 Million ha umfasst. Der Bestand hat sich bis heute erholt und stabilisiert. Dennoch leben immer noch zahlreiche schwarze Moas in freier Wildbahn und es kommt immer wieder zu Zusammenstößen mit Todesopfern.

Während des Erstkontaktes der Vereinigten Föderation der Planeten mit den Istani und den Junundu, wurden unter anderem auch Besatzungsmitglieder der USS Pandora durch einen Moaangriff verletzt.

Domestizierung

Es sind immer wieder Versuche gemacht worden, den schwarzen Moa als Haustier zu domestizieren, die durchgehend an der Aggressivität der Tiere scheiterten. Gelegentlich werden Moas zur Bewachung oder Verteidigung eingesetzt, indem man sie in bestimmten Gebieten ansiedelt, die nicht zum Betreten vorgesehen sind.

Obwohl das Fleisch des Moas essbar ist, verhindern die Probleme bei der Haltung eine umfangreiche Verwendung als Nutztier.