Themis-Urteil

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Das Themis-Urteil ist ein Grundsatzurteil des Obersten Gerichtshofs der Föderation aus dem Jahr 2178 und befasst sich mit der Frage, wie mit der unterschiedlichen Lebenserwartungen der verschiedenen Spezies rechtlich umzugehen ist. Das Urteil stärkt das Grundrecht der Föderationscharta auf Gleichbehandlung aller Spezies durch das Gesetz und setzt hohe Schranken von dieser abzuweichen.

Hintergrund der Klage war, dass ein Mitglied der Sternenflotte geklagt hatte, weil es aufgrund der durchschnittlichen Lebenserwartung seiner Spezies theoretisch von einigen Dienstabzeichen ausgeschlossen war. Jene Dienstabzeichen wurden nach Anzahl der Dienstjahre vergeben und nach Maßgabe der Lebenserwartung war es unwahrscheinlich, dass jenes Mitglied diese Zahl erreichen würde.

Das Gericht entschied entgegen der Klage. In der Urteilsbegründung wird ausführlich darauf eingegangen, dass die Gleichbehandlung aller Spezies ein zentraler Wert der Föderation sei und die Unterschiedlichkeit der Lebensspannen ein naturgegebener Unterschied ist, welcher nicht die Würde einer Person verletze. Das für den Prozess wesentliche Gutachten kam zu dem Schluss, dass die Lebenserwartung nur ein statistischer Wert sei, der nicht lediglich durch eine Spezies vorgegeben sein, sondern maßgeblich auch von den Lebensumständen abhinge und daher keine verlässliche Grundlage für Rechtskriterien darstelle.

Das Gericht benannte allerdings auch zahlreiche Ausnahmen, in denen die Spezies in der Rechtsprechung berücksichtigt werden darf oder soll. Dies ist etwa bei der Festlegung der Volljährigkeit sowie vergleichbarem möglich sein. Die Festlegung von Grenzwerten zum Gesundheitsschutz ist ein anderes Beispiel, welches ausdrücklich nicht betroffen ist.

Im Nachgang ist zahlreiche Rechtsliteratur zu den Implikationen des Urteils entstanden und auch einiges an Literatur, die sich mit der Frage beschäftigte, welche Auswirkungen es gehabt hätte, wäre zugunsten des Klägers entschieden worden.