USS Allende NCC-28942

Aus TZN STRS Hauptcomputer
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Die USS Allende NCC-28942 war ein Raumschiff der Excelsior-Klasse unter dem Kommando von Captain Robert Heartson, nach seinem Tod von Captain Nadine Sophie Keller. Gestartet von der San Francisco Flottenwerft im Jahr 2334 gehört sie zu den älteren noch im Dienst befindlichen Raumschiffen der Excelsior-Klasse. 2389 wurde sie einer vollständigen Umrüstung unterzogen und auf den aktuellen technischen Stand gebracht. Ihren Namen erhielt sie nach der chilenische Schriftstellerin und Journalistin Isabel Allende Llona. Im August 2393 verschwand das Schiff spurlos, als es durch einen Zwischenfall mit den Klingonen in der Galaxie Messier 83 strandete. Im Oktober 2394 wurde sie dort von einem assimilierten Borg-Raumschiff aus einem Paralleluniversum zerstört.



Geschichte

Die Allende wurde über die Jahre regelmäßig überholt und auf den jeweils aktuellen Stand der Technik gebracht. Die technischen Veränderungen an Bord spiegeln die über 55 jährige Geschichte des Schiffes wieder, in deren Verlauf sie an unzähligen Forschungs- und Gefechtsmissionen teilgenommen hat, unteranderem während des Föderal-Cardassianischen Krieges in den 2340ern und 2350ern, des Föderal-Klingonischen Krieges von 2372/2373, des Dominionkrieges, des Gornkrieges von 2377 und während des Raghdorkrieges. 2389 erhielt das Schiff eine vollständige Systemüberholung, was unteranderem eine Überholung des Warpantriebssystems, des Hauptnavigationsdeflektors und der wissenschaftlichen Einrichtungen einschloss. Darüberhinaus wurde das Phaserbanksystem durch ein vollwertiges Typ-XII Phalanxsystem ersetzt, die Anzahl der Torpedorampen von 6 auf 4 reduziert und das Deflektorschildsystem auf ein neues regeneratives System umgestellt. Auch das Computersystem erhielte eine vollständige Überholung auf aktuelle bioneurale und isolineare Standards. Ihr erster Auftrag nach der Überholung führte sie auf einen Deep Space Forschungseinsatz in den Beta-Quadranten.

2393/94

Die Allende kehrte im ersten Quartal 2393 von einem vierjährigen Deep Space Einsatz im Beta-Quadranten zurück und legte zwecks Wartungsarbeiten für mehrere Monate an Sternenbasis 73 an, direkt an der Gorn'chen Grenze, während die Crew die Zeit für einen ausgedehnten Landurlaub nutzte. Nach Abschluss der Wartungsarbeiten Anfang August 2393 wurde das Schiff damit beauftragt, zusammen mit der USS Trudeau NCC-31812 ein wissenschaftliches Experiment im unbeanspruchten Gebiet zwischen den Grenzen der klingonischen und gorn'chen Territorien vorzunehmen. Dabei sollte eine erst kürzlich entdeckte Hypersubraumverwerfung genutzt werden, um mit der seit über einem Jahr verschollenen USS Jo'kala NCC-84233 Kontakt aufzunehmen. Die Trudeau verschwand allerdings bevor die Allende dort eintraf. Dieser gelang es schließlich, das Experiment erfolgreich abzuschließen, bevor auch sie ohne eine Spur zu hinterlassen verschwand. Sie strandete in der Galaxie Messier 83. Im Oktober 2394 wurde sie dort von einem assimilierten Borg-Raumschiff aus einem Paralleluniversum zerstört.

Besatzung

Die reguläre Besatzungsgröße eines Raumschiffes der Excelsior-Klasse liegt bei 450 Personen, um einen nominalen Betrieb zu gewährleisten. Die Allende ist allerdings zu ihrer letzten offiziellen Mission mit 650 Personen an Bord aufgebrochen, wovon 532 Personen der Sternenflotte angehören, bei 118 Personen handelte es sich um Zivilisten, darunter 34 Kinder. Aufgrund der momentanen Lage des Schiffes und erfolgter Todesfälle befinden sich momentan nur noch 650 Personen an Bord. Insgesamt kann das Schiff durch Umbauten an den Shuttlerampen und Frachträumen bis zu 2.500 Personen aufnehmen, was das Evakuierungslimit des Schiffes darstellt.

Rettungskapseln

Die Allende verfügt über 59 Rettungskapsel-Luken im Bereich der Untertassensektion, wobei sich hinter jeder Luke zwei Rettungskapseln befinden. Weitere 82 Rettungskapseln befinden sich auf beide Shuttlerampen verteilt und können über diese im Notfall ausgeworfen werden, so dass das Personal der Maschinensektion von dort aus evakuiert werden kann. Jede Rettungskapsel fasst 4 Personen, womit 800 Personen mit ihnen evakuiert werden können. Sollte sich weiteres Personal an Bord befinden, muss dieses über die Shuttles von Bord geschafft werden.

Deckplan


Master Systems Display
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Technische Details


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Mit einem Alter von fast 60 Jahren zählt die Allende zu den ältesten noch im Dienst befindlichen Raumschiffe der Excelsior-Klasse. Im Laufe ihrer Dienstjahre hat sie drei größere Generalüberholungen im Abstand von jeweils 20 Jahren erhalten, die letzte in den Jahren 2386 bis 2389. Sie diente dabei als Testplattform für die Sternenflotte, um zu erproben, in wie weit sich die alten Raumschiffe der Excelsior-Klasse noch aufwerten lassen. Insbesondere die noch immer zeitgemäße Konstruktion des Schiffsrumpfes machte den Konstruktionsteams der Utopia Planitia Flottenwerften Hoffnung darauf, der Excelsior-Klasse neues Leben einhauchen zu können.
Daher wurde die Allende für drei Jahre aus dem aktiven Dienst genommen, vollständig bis auf den Raumrahmen demontiert und die strukturelle Integrität besagten Rahmens analysiert. Erstaunt stellten die Ingenieure fest, dass sich die Duranium-Tritanium-Verbundslegierung des Raumrahmens nach über 60 Jahren noch immer in einem größtenteils einwandfreien Zustand befand, nur wenige besonderem Stress ausgesetzte Bereiche mussten erneuert werden. Da es sich bei der Allende um eines der ersten Schiffe der Excelsior-Klasse handelte, bei denen neben Duranium auch Tritanium für die Konstruktion eingesetzt wurde, konnten so erstmals Rückschlüsse auf die Langlebigkeit dieses Materials gezogen werden. Nach Abschluss der Instandsetzungsarbeiten am Raumrahmen des Schiffes wurden die veralteten Systeme durch neuwertige ersetzt, die auf den aktuellen Konstruktionsstandards der Sternenflotte beruhten. Das machte die Allende zu dem Zeitpunkt zum modernsten Schiff ihrer Klasse.

Schiffsrumpf

Wie auch die Außenhülle bestehen die Träger des Raumrahmens der Allende aus einer Duranium-Tritanium-Legierung. Sie haben einen Durchmesser von 1,2 Metern und sind im Abstand von etwa 18 Metern angeordnet. Kleinere Träger mit einem Durchmesser von 0,5 Metern sind dagegen alle 4 Meter angeordnet. Dies reicht aus, um dem Schiff in Ruhelage die nötige Stabilität zu geben, bei Sublicht- und Warpflugoperationen ist dagegen das strukturelle Integritätsfeldsystem notwendig, um die Stabilität des Schiffes zu gewährleisten.
Parallel angeordnete Aluminium-Kristallschaum-Verstrebungen verbinden die Träger und dienen der Dämpfung von Niederfrequenzvibrationen, die auf Dauer die Schiffsstruktur beeinträchtigen könnten, sofern der Raumrahmen ihnen ungedämpft ausgesetzt würde.
Während die meisten Bereiche des Schiffes "nur" von aus einer Duranium-Tritanium-Legierung gefertigten Panzerplatten geschützt werden, wurde die Außenhülle des Schiffsnackens, der die Untertassensektion mit der Maschinensektion verbindet, zusätzlich mit einer Duranium-Corundium-Legierung überzogen, die die nach achtern gerichteten Kurzstreckensensorsignale um den Nacken herumleiten kann, um Störungen der Achtersensoren zu vermeiden.

Computersysteme

Die Allende wurde mit insgesamt drei redundanten Computerkernen der aktuellen Generation vom Typ M-18-III bestückt, wobei zwei Hauptkerne parallel in der Untertassensektion angeordnet sind und ein sekundärer Kern in der Maschinensektion. Insgesamt verfügt der Systemspeicher des Schiffes über 850 Module á 144 isolineare Computerchips, wobei jedes Modul über eine Kapazität von 800 Megaquads verfügt, abhängig von der Softwarekonfiguration. Somit beläuft sich der Gesamtspeicherplatz des Schiffes auf 680 Gigaquauds. Die Speicherzugriffszeit liegt bei 7 Megaquads/Sekunde.
Zur Beschleunigung der Rechenleistung des Computersystems der Allende wurde das Schiff mit einem Netz aus bioneuralen Gelpacks der aktuellen Generation ausgestattet. Statt wie in der Vergangenheit im gesamten Schiff verteilt zu sein, wurden die Gelpacks in Prozessoreinheiten um die Hauptcomputerkerne herum angeordnet, um einen leichteren Zugang im Wartungsfall zu ermöglichen. Die Kombination aus isolinearen und bioneuralen Computerprozessoren ermöglichen eine ausgesprochen schnelle Datenverarbeitung im Vergleich zum früheren rein isolinearen Computersystem des Schiffes.
Zum Vergleich: Ein Raumschiff der Galaxy-Klasse verfügte in den 2360ern über 2.048 Module á 144 isolineare Chips mit einer jeweiligen Speicherkapazität von 630 Megaquads, was einer Gesamtkapazität von 1.290 Gigaquads entsprach. Die Speicherzugriffszeit lag bei 4,6 Megaquads/Sekunde. Dabei verteilte sich die Speicherkapazität auf drei Kerne vom heute veralteten Typ M-15-III.
Ursprünglich verfügte die Allende über drei Hauptcomputerkerne vom Typ M-15-III, wobei die Gesamtspeicherkapazität bei 323 Gigaquads lag mit einer Speicherzugriffszeit von 4,6 Megaquads/Sekunde.


Waffensysteme und Deflektorschilde


Phasersystem

Die Allende verfügt über insgesamt 13 Typ-XII Phaserphalanxen mit einer Einzelemitterleistung von 7,3 MW. Dies ergibt eine Gesamtleistung von 1613 MW, wobei 679 MW auf die obere und 577 MW auf die untere Primärphalanx der Untertassensektion fallen. Die beiden Phalanxen der Gondelpylone leisten jeweils 44 MW, die untere Phaserphalanx der Maschinensektion 59 MW. Die restlichen 211 MW verteilen sich auf die 8 kleinen Sekundärphalanxen, die über den gesamten Schiffsrumpf verteilt sind. Die maximale Gefechtsreichweite der Phaserphalanxen liegt bei 350.000 km.
Zum Vergleich: Ein Raumschiff der Sovereign-Klasse verfügt über eine Gesamtphaserleistung von 3292 MW, womit die Allende etwa 50% ihrer Phaserfeuerkraft besitzt. Dabei fallen 913 MW auf die obere und jeweils 657 MW auf die beiden unteren Primärphalanxen der Untertassensektion.
Ursprünglich verfügte das Schiff über 10 Typ-VIII Phaserbänke mit einer Gesamtleistung von 551 MW.

Torpedosystem

Die Allende verfügt über 4 Torpedowerfer vom Typ Mk-95 der aktuellen Generation. Jeder Torpedowerfer ist dazu in der Lage, 5 Torpedos simultan abzufeuern. Die Torpedos bleiben im Fall eines Simultanabschusses über 150m zusammen, bevor ihre individuellen Steuerprogramme übernehmen und sie zum Ziel führen können.
Die Lagerkapazität liegt bei 170 Torpedos, wobei das Schiff standardmäßig mit 125 Mark XXVI Photonentorpedos (Sprengkraft 25 Isotonnen) und 25 Mark Q-III Quantentorpedos (Sprengkraft 52,3 Isotonnen) bestückt ist. Die maximale Gefechtsreichweite beider Torpedotypen liegt bei 4.600.000 km, die sichere Minimalentfernung zum Ziel liegt bei 15 km. Sollte ein Torpedo auf kürzere Distanz zur Detonation gebracht werden, ist mit schweren Schäden am eigenen Schiff zu rechnen.
Ursprünglich verfügte das Schiff über 6 Mk-60 Torpedowerfer und eine Beladung von 170 Photonentorpedos.
Waffensysteme

Deflektorschildsysteme

Die Allende verfügt über insgesamt 4 regenerative, automodulare Graviton-Polaritätsquellengeneratoren zur primären Verteidigung des Schiffes, 2 weitere liefern Energie in Notfallsituationen. Die primären Generatoren vom Typ FSS-3 liefern jeweils eine Gefechtsleistung von 3.185 MW, was einer Gesamtschildstärke von 12.740 MW entspricht. Die beiden Back Up-Generatoren liefern lediglich eine Gefechtsleistung von jeweils 1.368 MW, womit insgesamt 2.736 MW in Notfallsituationen zur Verfügung stehen.
Zum Vergleich: Ein Raumschiff der Sovereign-Klasse verfügt über 7 primäre und 4 Back Up-Generatoren desselben Typs, womit sie über eine Gesamtleistung von 22.295 MW + 5.472 MW verfügt. Somit besitzt die Allende etwa 57% der primären Deflektorschildstärke eines Raumschiffes der Sovereign-Klasse zum Zeitpunkt ihrer Generalüberholung.


Antriebssysteme und Treibstoffversorgung


Warpantriebssysteme

Warpkern-
auswurfluke
Jede Warpfeldgondel verfügt über 42 Warpfeldspulengruppen vom Typ LF-5 Mod 4 bestehend aus einem Kern aus Tungsten-Cobalt-Magnesium und zwei äußeren Schichten Verterium Kortenid, das zur Überführung der Warpplasmaenergie in den Subraum benötigt wird. Die Warpfeldspulen, deren Gesamtheit als Warpfeldgenerator bezeichnet wird, sind die schwersten Komponenten des Schiffes.
Das vorhandene Verterium Kortenid in Kombination mit der vom Warpkern bereitgestellten Energie ermöglicht dem Schiff eine Höchstgeschwindigkeit von Warp 9,9 für 12 Stunden. Die dauerhafte maximale Reisegeschwindigkeit des Schiffes liegt bei Warp 9,7. Die theoretische Maximalleistung des Warpfeldgenerators liegt bei Warp 9,95, die Sicherheitsbestimmungen schreiben für das Schiff allerdings eine Limitierung der Geschwindigkeit auf Warp 9,9 vor, um den strukturellen Stress für den 60 Jahre alten Raumrahmen zu vermindern. Wenn gleich das Schiff diese Geschwindigkeiten problemlos tolerieren könnte, soll auf diese Weise die weitere Lebenserwartung des Raumrahmens verlängert werden.
Im Gegensatz zu den meisten anderen Schiffen wird der Warpkern im Falle eines katastrophalen Versagens der Eindämmung nicht nach unten abgeworfen, sondern nach oben, da der Hauptnavigationsdeflektor den Weg nach unten blockiert.

Impulsantriebssysteme

Die Allende verfügt über zwei Fig-5 Impulsantriebssysteme, die jeweils die Größe eines Antriebes der Untertassensektion eines Schiffes der Galaxy-Klasse besitzen. Jedes Triebwerk wird dabei von 6 Fusionsreaktoren gespeist, die genug Energie liefern, um sämtliche Systeme an Bord zu betreiben, ausgenommen vom Warpantrieb. Gemeinsam liefern sie bei Zuschaltung der Antriebsspulenanordnungen zur subraumgestützten Reduktion der Schiffsmasse ausreichend Schub, um es auf eine Geschwindigkeit von 0,92c zu beschleunigen. Aufgrund relativistischer Überlegungen sind normale Impulsoperationen allerdings auf 0,25c beschränkt, höhere Sublichtgeschwindigkeiten sind lediglich für den Notfall vorgesehen.
Geschwindigkeiten:
  • 1/4 Impuls: 0,06c
  • 1/2 Impuls: 0,12c
  • 3/4 Impuls: 0,18c
  • Voller Impuls: 0,25c
  • Maximumimpuls: 0,92c

Treibstoffversorgung

Die 10 Deuteriumtanks des Schiffes fassen insgesamt 18.000 m³ Deuterium, wobei die Tanks im Normalfall lediglich mit 17.800 m³ Deuterium bei -259°C bzw. 13,8K befüllt sind. Die Leckrate der Tanks liegt bei 0,0001 kg/Tag, was über ein Auffangsystem zurück in die Tanks geleitet wird. Die Tanks können über die oberen Abdeckungen der Maschinensektion abgestoßen werden, sollte eine explosive Entzündung des Treibstoffs drohen. Dazu müssen die Abdeckplatten abgesprengt werden, können allerdings anschließend wieder geborgen und angebracht werden.
Zur Gewinnung von Deuterium kann das Schiff seine Bussard-Kollektoren einsetzen, um interstellaren Wasserstoff aufzufangen. Dies erfolgt im normalen Betriebsmodus kontinuierlich bei Sublicht- und Warpgeschwindigkeiten, wobei die Gewinnung bei Warpgeschwindigkeit als effektiver zu betrachten ist. Da die interstellare Dichte von Wasserstoff allerdings nur bei einem Atom pro Kubikzentimeter liegt, sollte bei akutem Bedarf ein interstellarer Nebel aufgesucht werden, der reich an Wasserstoff ist, um es zu gewinnen. Da jedoch selbst in solchen Nebeln die Teilchendichte recht gering ist, nimmt die Gewinnung des Wasserstoffs ausgesprochen viel Zeit in Anspruch und ist daher nur für Situationen geeignet, in denen akuter Bedarf besteht, um einen Planeten mit ausreichenden Mengen Wasser oder eine Auftankstation der Föderation aufzusuchen.
Die Antimaterie-Vorratskapseln des Schiffes mit einer Größe von 4 x 8 Metern fassen jeweils 100 m³ Antideuterium. Bei einer Gesamtzahl von 10 Vorratskapseln können 1000 m³ Antideuterium an Bord mitgeführt werden. Sollte die Eindämmung der Antimateriekapseln bedroht sein, können die Kapseln abgestoßen werden. Die Absprengung erfolgt noch vorne-lateral, so dass das Schiff bei einer linearen Flugbahn nicht stoppen muss, um die Abstoßung vorzunehmen. Unkontrollierte Taumelbewegungen können allerdings dazu führen, dass die Vorratskapseln nach Ausstoßung gegen die Außenhülle prallen, was zu einer Detonation und Zerstörung des Schiffes führen würde. Daher ist eine Stabilisierung der Flugbahn für eine sichere Abstoßung notwendig.
Zur Antimateriegewinnung in Notfallsituationen verfügt die Allende über einen Antimaterie-Generator auf Deck 27. Er misst 7,6 x 13,7 Meter und ist mit 1.400 Tonnen nach den Warpfeldspulen die zweitschwerste Komponente des Schiffes. Die Antimaterieherstellung an Bord ist ausgesprochen zeitintensiv und verbraucht mehr Energie als man daraus gewinnen kann. Pro gewonnene Einheit Antimaterie gehen 10 Einheiten Deuterium verloren, wobei die Aufbereitungsrate bei 0,08 m³/Stunde liegt. Zur vollständigen Erneuerung des Antimaterie-Vorrats des Schiffes wären 18 Monate und 10.000 m³ Deuterium notwendig. Aus diesem Grund bietet sich die Herstellung von Antimaterie an Bord nur in Notsituationen an, um genug Energie zu erhalten, um mit Warp einen nahe gelegenen Planeten oder eine Sternenbasis anzusteuern.
Insgesamt ermöglicht die Treibstoffkapazität des Schiffes eine unabhängige Operationsdauer von 5 Jahren.


Sensorsysteme


Kurzstreckensensoren

Sensorenanordnung
Die Kurzstrecken-, Navigations- und Zielerfassungssensoren des Schiffes befinden sich wie üblich bei Raumschiffen der Excelsior-Klasse gebündelt auf der Unterseite der Untertassensektion in der sogenannten Sensorkuppel. Zwar hatten die Ingenieure von Utopia Planitia mit dem Gedanken gespielt, die Sensoren wie bei modernen Schiffen in Form von Paletten entlang der gesamten Hülle zu platzieren, doch wurden die Pläne verworfen, als klar wurde, dass dies bei der geplanten Raumanordnung nicht zu bewerkstelligen sein würde. Der Nachteil ist, dass die leichte Anpassbarkeit der Sensorpaletten anderer moderner Schiffe nicht gegeben ist, was die Vielseitigkeit der Sensorausstattung der Excelsior-Klasse einschränkt.
Die Decks 11 und 12 werden von den Kurzstreckensensoren eingenommen, die in sechs Gruppen angeordnet in alle Richtungen weisen. Die Zwischenräume enthalten die Navigations- und Zielerfassungssensoren. Ein bei allen Schiffen der Excelsior-Klasse bestehendes Problem betrifft die Achtersensoren, da ihr Weg vom Schiffsnacken blockiert wird. Um das zu lösen wurde die Außenhülle des Nackens mit einer speziellen Duranium-Corundium-Legierung überzogen, die die Sensorsignale um den Nacken herumleiten kann und somit nicht blockiert.

Langstreckensensoren

Die Langstreckensensoren befinden sich wie bei allen Sternenflottenschiffen hinter dem Hauptnavigationsdeflektor und bestehen aus leistungsstarken aktiven und passiven Subraumfrequenzsensoren. Der Grund für diese Position sind Störungen, die durch das Navigationsdeflektorfeld entstehen. Um dies zu vermeiden, wird im Zentrum des Feldes ein Loch belassen, das durchlässig für Sensorsignale ist. Da besagtes Loch nur im Zentrum gebildet werden kann, ist die Anordnung der Sensoren hinter dem Navigationsdeflektor entscheidend für deren uneingeschränkte Funktion. Erst ab einer Deflektionsleistung von 55%, wie es beim Warpflug der Fall ist, wird die Sensorleistung fortschreitend eingeschränkt. Daher wird zur korrekten Langstreckenerfassung der Betrieb bei Unterlichtgeschwindigkeiten empfohlen.
Die Hauptinstrumente der Langstreckensensoren umfassen aktive EM-Scanner, ein Gammastrahl-Teleskop, EM-Fluxsensoren, Instrumente zur Fernerfassung von Lebensformen, Subraumfeldbelastungssensoren, gravimetrische Scanner und Thermalsensoren. Im hochauflösenden Modus beträgt die maximale Reichweite der Langstreckensensoren etwa 5 Lichtjahre, beim Betrieb in mittlerer bis niedriger Auflösung bis zu 20 Lichtjahre. Da sich die Sensorsignale mit einer Geschwindigkeit von Warp 9,9997 ausbreiten, benötigen sie auf diese Entfernung etwa zwei Stunden bis zum Ziel und weitere zwei Stunden zurück zum Schiff. Bei üblichen Abtastungsprotokollen kann so innerhalb von einem Tag ein Sektor vollständig gescannt werden.